Rohbau für das Haus des Lebens

109 Abiturienten des Ignaz-Kögler-Gymnasiums im Sportzentrum verabschiedet

Eine Abifeier auf Abstand und im großen Raum: Das IKG übergab 109 Abiturienten die Zeugnisse bei einer Feier im Sportzentrum Landsberg.
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Eine Abifeier auf Abstand und im großen Raum: Das IKG übergab 109 Abiturienten die Zeugnisse bei einer Feier im Sportzentrum Landsberg.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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Landsberg – Es war ein hartes Jahr, aber sie haben es geschafft – und zwar alle. Freudestrahlend nahmen 109 Abiturientinnen und Abiturienten des Ignaz-Kögler-Gymnasiums (IKG) im Sportzentrum ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Fast die Hälfte von ihnen – genau 50 – hatten sogar eine Eins vor dem Komma stehen.

Schulleiterin Ursula Triller verglich die zurückliegende Schulzeit mit einem erfolgreichen Bauvorhaben, das jeder Schüler gemeinsam mit der „Firma IKG“ vor acht Jahren in Angriff genommen habe. Für das „achtstöckige Gebäude“ seien „umfangreiche Eigenleistungen“ unter fachlicher Aufsicht notwendig gewesen, die regelmäßig von „amtlich bestellten Sachverständigen“ überprüft worden seien.

Die Schüler hätten im Laufe der Zeit „unbekannte Fertigungstechniken“ kennengelernt, um solide ein Stockwerk aufs andere zu setzen. Manchmal gab es wohl leichte Verzögerungen bei der vereinbarten Eigenleistung, manchmal gar „Schieflagen mit Einsturzgefahr“. Zum Glück waren aber im Hintergrund immer die „Investoren“, die als Statiker, Coaches, Sponsoren und Berater die jungen Bauherren und -damen unterstützten.

Das, was nun entstanden ist, sei aber erst der Rohbau, machte Triller klar. „Kein einziger ist fertig.“ An der Ausgestaltung könnten die Absolventen nun nach eigenen Vorstellungen weiterarbeiten und aus dem „Haus ihres Lebens“ eine Luxusvilla machen, ein Tiny House oder eine Ranch im Grünen. Sicher sei nur eins: „Jeder Bau ist unverwechselbar.“

Oberstufenbetreuerin Corinna Hackenberg warf einen Blick zurück auf das von der Pandemie geprägte letzte Schuljahr. „Ihr ward der erste Jahrgang, den Corona voll erwischt hat.“ Der Distanzunterricht am Laptop sei auch für die Lehrer eine spannende Sache gewesen, denn bei ausgeschalteten Kameras habe man sich manchmal gefragt, ob die Schüler wohl YouTube schauten oder wieder ins Bett gegangen seien. „Die Abi-Ergebnisse sprechen dafür, dass die meisten doch ein bisschen aufgepasst haben“, so Hackenberg.

Nebenbei hätten die Schüler durch die erschwerten Bedingungen einiges gelernt, was sie im Beruf und im Leben gut werden gebrauchen können: Selbstorganisation, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Und das hätten alle gut geschafft. „Ich bin stolz auf meinen ersten Jahrgang“, so die Oberstufenbetreuerin. Die Zeit um die Prüfungen sei auch für sie von Gänsehautmomenten und Aufbruchstimmung geprägt gewesen.

Die Zeugnisverleihung ging mit den notwendigen Abständen und ohne Händeschütteln über die Bühne – aber mit umso mehr Applaus.

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