1.100 Fahrradfahrer am Landsberger Hauptplatz:

Landsberg in der Hand der BR-Radler

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Die 1.100 BR-Radler wurden bei ihrer Zieleinfahrt am Hauptplatz bejubelt. Nach einer wahren Hitzeschlacht ließen sich viele erstmal in den Landsberger Kneipen nieder.
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Die 1.100 BR-Radler wurden bei ihrer Zieleinfahrt am Hauptplatz bejubelt. Nach einer wahren Hitzeschlacht ließen sich viele erstmal in den Landsberger Kneipen nieder.
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Die 1.100 BR-Radler wurden bei ihrer Zieleinfahrt am Hauptplatz bejubelt. Nach einer wahren Hitzeschlacht ließen sich viele erstmal in den Landsberger Kneipen nieder.
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Die 1.100 BR-Radler wurden bei ihrer Zieleinfahrt am Hauptplatz bejubelt. Nach einer wahren Hitzeschlacht ließen sich viele erstmal in den Landsberger Kneipen nieder.
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Die 1.100 BR-Radler wurden bei ihrer Zieleinfahrt am Hauptplatz bejubelt. Nach einer wahren Hitzeschlacht ließen sich viele erstmal in den Landsberger Kneipen nieder.
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Die 1.100 BR-Radler wurden bei ihrer Zieleinfahrt am Hauptplatz bejubelt. Nach einer wahren Hitzeschlacht ließen sich viele erstmal in den Landsberger Kneipen nieder.

Landsberg – Gegen 16 Uhr war es gestern endlich soweit: Am Hauptplatz rollten 1.100 Fahrradfahrer, alle Teilnehmer der BR-Radl­tour, durch die große, blaue Zielmarkierung, wo hunderte Landsberger zujubelten. Die Lechstadt steuerten die Radler von Gersthofen aus als vierte von insgesamt sieben Etappen an.

Manch einer ist mit einem Esel geschmückt, ein Pärchen geht als Sektglas und zugehörige Flasche, andere sind nackt: Wie viele Fahrer der Radltour ihre Helme verzieren, sticht bei der Durchfahrt am Landsberger Hauptplatz förmlich ins Auge. „Dann finden wir uns leichter wieder“, sagen die Esel. Tatsächlich verteilen sich die Teilnehmer auf der langen Strecke nicht allzu sehr – trotz Unterschieden bei Alter und Kondition, wie einigen stark nach Luft ringenden Zieleinläufern anzusehen ist. Fünf Polizei-Motorrädern, die vorneweg preschen, folgt ein größerer Pulk an Radlern, unter ihnen auch Oberbürgermeister ­Mathias Neuner. Dahinter noch etliche Einzelfahrer oder kleinere Grüppchen.

Um 9 Uhr war der Radler-Wurm zu seiner vierten Etappe in Gersthofen aufgebrochen. 74 Kilometer lag die Lechstadt da noch in der Ferne. Nachdem der Großteil der Strecke bereits zurücklag, gönnten sich die Teilnehmer eine zweistündige Mittagspause bis etwa 15 Uhr, ehe zum Endspurt gerufen wurde. Bis dahin hatten die Fahrer schon einige besondere Momente aufgesogen, wie Stadt-Pressesprecher Andreas Létang berichtet. Er radelte an der Seite von OB Neuner durch Dörfer, die ex­tra ihre Blaskapelle an der Radstrecke platziert hatten, um die Zweirad-Passanten zu motivieren und unterhalten. Andernorts habe die örtliche Feuerwehr die BR-Radler mit Riesen-Bannern begrüßt, schildert Létang die positive Stimmung, die den Teilnehmern entgegengebracht wurde.

Trotz alldem freute sich ­Mathias Neuner, als das Ziel endlich in Sicht war: „Die Beine sind müde. Aber man sieht seine Stadt immer näher kommen, rollt irgendwann durch den Vorderanger und die Leute jubeln einem zu“, beschreibt der Oberbürgermeister. „Ein ganz toller Tag“ sei das gewesen. Und der Empfang vor dem Landsberger Rathaus hatte es in sich: Zwar scheiterte der Versuch der BR-Moderatoren, das Publikum zur Laola-Welle zu animieren. Trotzdem beklatschten die Landsberger die Radler eifrig, die wiederum verschwitzt und zum Teil ausgelaugt unter ihren Helmen herausstrahlten, winkten, abklatschten und sich mehrere „Servus“ entlocken konnten.

Dann ein kleiner Zwischenfall: Ein älterer Herr – lange, graue Mähne, schwarze Sonnenbrille und gerade am Taxi­stand vorbei – stürzt auf Höhe der Bushaltestellen vom Fahrrad. „Helft´s doch dem Mann hoch“, schreit ein rund 20 Meter entfernt Stehender in Richtung einer Gruppe, die den Sturz aus nächster Nähe beobachtet hatte. Ein Eingreifen ist aber gar nicht notwendig: Der Pechvogel berappelt sich, die Hintermänner hatten ohnehin aufmerksam gebremst und einen Massensturz à la Tour de France verhindert.

Bessere Erinnerungen an Landsberg werden einer anderen Radlerin bleiben. Braune Haare, sportliche Figur und um die 40 Jahre alt. Sie komme aus Ingolstadt, sagt sie. Feiert heuer Jubiläum, weil sie schon zum zehnten Mal an der BR-Radltour teilnimmt. Nach Landsberg hat es sie vorher noch nie verschlagen. „Das ist das Schöne an der Tour. Man sieht immer wieder neue Städte.“ Und das hiesige Tour-Ziel kommt in ihrer Bewertung durchaus gut weg. „Hier gibt es sehr viele schöne Häuser und Brücken“, sagt sie – mit dem Ellbogen an die Karolinenbrücke angelehnt, den Blick in Richtung Lechwehr.

Die Ingolstädterin sei den ganzen Tag in einer Dreier-Gruppe geradelt, habe ihre Mitstreiter irgendwann aber aus den Augen verloren. Die 74 Kilometer merkt sie in den Beinen kaum. „Die Hitze macht mir wesentlich mehr zu schaffen.“

Viele füllten deshalb direkt nach der Ankunft die Innenstadt-Kneipen für einen Eiskaffee oder ein kühles Weißbier, eine junge Radlerin gönnte sich erstmal eine Zigarette. Viel Zeit blieb nicht, schließlich wurden unmittelbar die Unterkünfte im Sportzentrum und der Eishalle bezogen, ehe mit der Open Air Party auf der Waitzinger Wiese der nächste Programmpunkt anstand.

Am Donnerstag blieben die Radl-Gäste nur bis etwa 9 Uhr, dann ging es schon wieder auf den Sattel und in Richtung Memmingen. An der Seite von ­Mathias Neuner radelte dann auch Bayerns Innenminister ­Joachim ­Herrmann, der ein kurzes Gastspiel bei der BR-Radl­tour gab.

Marco Tobisch

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