Narrenflut beim Gaudiwurm

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Nicht nur einen aufwändig bemalten Wagen mit einem riesigen blauen Dino hatten die Faschingsfreunde Hiltonia e.V. dabei, auch ein echtes „Steinzeit-Auto“ fuhr dem Wagen voraus. Damit rollten die „Hiltenfinger Flintstones“ auf Platz 1.

Landsberg – Das Konzept des neu gegründeten Faschingsvereins „Landsberger Gaudiwurm“ scheint aufzugehen: Insgesamt 1200 Teilnehmer, aufgeteilt auf 45 Schüler-, Fußgruppen und aufwändig geschmückte Wagen beteiligten sich am Lumpigen Donnerstag am Umzug durch die Landsberger Innenstadt. Bei strahlendem Sonnenschein waren viele Zuschauer gekommen, um sich das Spektakel anzuschauen.

Besonders gut kam wieder die Gruppe „Ladygracha“ aus Gernlinden an. Als prachtvolle, rote und violette „Früchtchen“ verkleidet holten sie sich wie bereits im vergangenen Jahr den ersten Preis unter den Fußgruppen. Zu diesem Entschluss kam die Jury nach etwa 15-minütiger Beratung. 

Narren besetzen die Innenstadt

Unter den rund 21 Schülergruppen der FOS/BOS hätten die Themen nicht unterschiedlicher sein können (von „Disney“ über „Shades of Grey“ bis zum Pflegekräftemangel). Auch dem Aufenthalt von Uli Hoeneß in der Landsberger JVA nahmen sich die Schüler an: „Wieviel kostet die Freiheit?“ fragten sie auf ihrem Wagen und „In der JVA ohne Bedienstete“ bemängelten sie. Das brachte den Schülern der Klassen W 13, WF 13 und WB 13 schließlich den Sieg in ihrer Kategorie ein. 

Die Wagen waren wieder besonders aufwändig und ideenreich gestaltet. Die Landjugend Weil hatte beinahe ganz Springfield auf ihrem Wagen, der dem Thema „25 Jahre Simpsons“ gewidmet war – samt Atomkraftwerk und Moe’s Taverne sowie braunem Sofa. Das brachte der Landjugend den zweiten Platz. Den Sieg holten sich allerdings die „Hiltenfinger Flintstones“ mit ihrem steinzeitlichen Dino-Wagen und vorausfahrendem „Auto“. 

Trotz der vielen Besucher wurde dennoch relativ ruhig während und nach dem Umzug auf dem Hauptplatz, Hellmairplatz und in den Zelten gefeiert. Lediglich die „zum Teil extreme Alkoholisierung der Feiernden“ war problematisch, so Polizeisprecher Franz Kreuzer. Bereits zum Umzugsbeginn wurden mehrfach Personen mit Verdacht auf Alkoholvergiftungen ins Klinikum gebracht – direkt vor dem Umzug fuhr noch ein Notarztwagen zum Einsatz über den Hauptplatz. 

Kleinere Streitereien konnten, so Kreuzer, durch die Unterstützung der Bereitschaftspolizei München und dem Einsatzzug Fürstenfeldbruck oft bereits im Vorfeld verhindert werden. Trotzdem kam es zu einigen wenigen Straftaten. So flutete beispielsweise ein 20-Jähriger aus Jengen gegen Mitternacht Teile des Hellmairplatzes, indem er einen Hydranten öffnete. Außerdem musste sich die Polizei mit 82 Personen befassen, die an Hausmauern und teilweise in Geschäfts- und Wohnungseingänge urinierten. „Hier werden Bußgelder folgen“, so Kreuzer.

Astrid Erhard

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