1240 Kilometer mehr

Dem Hauptplatzumbau sei Dank… Cartoon: Pfeffer

14 Monate sind für den Hauptplatzumbau insgesamt angesetzt. Doch wie verhält es sich steuerrechtlich bei einem Arbeitnehmer, der im Landsberger Osten wohnt und in der westlichen Innenstadt arbeitet? Acht Kilometer Umweg jeden Tag – das Finanzamt beruhigt: Die Entfernungspauschale gilt auch für die erzwungenen zusätzlichen Kilometer.

Wohnt ein Arbeitnehmer beispielsweise in der Weilheimer Straße und arbeitet am Bahnhof, so nimmt er aufgrund der Hauptplatzsperrung täglich acht und wöchentlich 40 Kilometer Umweg auf sich. Aber kein Grund zur Sorge, die Entfernungspauschale gilt trotzdem: „Wenn ein Arbeitnehmer durch den Hauptplatzumbau einen Umweg auf sich nehmen muss, kann er das geltend machen“, sagt der Leiter des Finanzamts Landsberg, Wolfgang Diem. Dabei gilt die Strecke, welche die einfache Entfernung berücksichtigt – in unserem Fall vier Kilometer am Tag. 14 Monate Hauptplatzumbau bedeuten 2480 zusätzliche Kilometer für den Arbeitnehmer aus der Weilheimer Straße, das sind 1240 außerplanmäßige Entfernungskilometer, die er geltend machen kann. „Das ist schon sehr viel“, findet Diem. Sein Rat: Der Betroffene sollte angeben, dass er durch die Sperrung der Innenstadt einen Umweg hatte. „Ein kleiner Hinweis an uns reicht aus.“

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