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Wenn die Dampflok zum Jubiläum in den Bahnhof Landsberg einfährt

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Dampflok Baureihe 52
Voraussichtlich eine Dampflok der Baureihe 52 wird am Sonntag von Kaufering über Landsberg nach Schongau und wieder zurück fahren. © LRA LL

Landkreis – 150 Jahre Eisenbahn im Landkreis Landsberg. Aus diesem Anlass hat der Landkreis drei Sonderfahrten mit einer Dampflokomotive und einem Bahnhofsfest Landsberg organisiert. Am Sonntag, 2. Oktober, findet es statt.

Drei Mal wird der Sonderzug von Kaufering über Landsberg nach Schongau fahren, dort „Kopf machen“ und auf der Rückfahrt einen Halt in Landsberg einlegen, wo die Lokomotive mit Wasser und die Fahrgäste mit Speis und Trank versorgt werden können. Einem geplanten Halt in Denklingen habe die Deutsche Bahn AG „leider nicht zugestimmt“, bedauert Landrats­amtssprecher Wolfgang Müller. Der Sonderzug werde voraussichtlich von einer kohlegefeuerten Dampflo­komotive der Baureihe 52 (aus dem Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen) gezogen und aus historischen Personenwagen (Donnerbüchsen) bestehen. Der exakte Fahrplan ist hier einzusehen, Fahrkarten gibt es im Reisebüro Vivell in Landsberg.

Am 1. November 1872 konnten die ersten Züge konnten von Buchloe über Igling und Kaufering nach Landsberg verkehren. Die gesamte Strecke von Buchloe nach München (über Kaufering und Geltendorf) konnte aber erst am 1. Mai 1873 eröffnet werden, da der Bau der 115 Meter langen und 313.000 Gulden teuren Brücke über den Lech bei Kaufering deutlich länger gedauert hatte als geplant.

Damit hatte sich der langgehegte Wunsch der Stadt Landsberg nach einem Eisenbahnanschluss im Jahr 1872 endlich erfüllt. Schon in den frühen 1840er Jahren hatte der Magistrat der Stadt Landsberg vergebliche Versuche bei den Königlich Bayerischen Verkehrsanstalten unternommen, die Trasse der Ludwig-Süd-Nord-Bahn, die von Lindau über Kempten, Kaufbeuren und Augsburg bis nach Nürnberg und Hof an der Saale führen sollte, über Landsberg führen zu lassen. Aber die Eisenbahningenieure wollte den Höhenzug zwischen Lech und Singold umgehen und so erfolgte die Trassierung über Buchloe und Schwabmünchen.

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