EVL 2000: Boris Zahumensky kommt wieder – Wintergerst geht

Es waren bewegende Szenen am Freitagabend im Eisstadion. Kurz vor dem Spiel gegen Füssen standen etliche Fans auf dem Eis und hielten selbst gebastelte Transparente in die Luft. „Alles Gute Boris“ stand dort auf deutsch und slowakisch geschrieben. Sie alle zitterten in den letzten Tagen mit dem EVL-Verteidiger Boris Zahumensky, der sich im Heimspiel gegen Dortmund fünf Wirbel gebrochen hatte.

Die Verantwortlichen beim EVL 2000 staunten aber nicht schlecht, als sie erfuhren, dass der 24-Jährige wenige Tage nach dem Vorfall und zwei mehrstündigen Operationen schon wieder aufstehen konnte. „Die Tatsache, dass er gut austrainiert ist, hat ihm wohl geholfen, sagen die Ärzte“, so ein erleichterter EVL-Vorstand Hans-Jürgen Böttcher. Allerdings musste der Slowake noch einen Rückschlag hinnehmen. „Er wird morgen noch einmal an der Brustwirbelsäule operiert werden“, erklärte EVL-Coach Norbert Zabel am Montag. Offenbar hatten einige Wirbel nicht die optimale Stellung, so dass sie drohten auf die Nerven zu drücken. „Das ganze war na­türlich ein enormer Rückschlag für ihn.“ Wie der wohl schwere Eingriff für Zahumensky verlaufen ist, stand bei Redaktionsschluss des KREISBOTEN noch nicht fest. Wintergerst geht Nichtsdestotrotz gilt es für die Vereinsverantwortlichen den Spagat zur sportlichen Situation zu schaffen. Und dort wurden gleich am Montag noch Nägel mit Köpfen gemacht. Der Verein trennte sich zum einen von Verteidiger Manuel Wintergerst. „Wir haben in beiderseitigem Einvernehmen den Vertrag zum 13. November aufgelöst“, erklärt Pres­sesprecher Oliver Gaw. Wintergerst war wegen seiner Leistungen zuletzt umstritten, er selbst hatte aber, so war zu hören, auch nicht mehr die ganz große Motivation für die Landsberger weiterzuspielen. Hoffmann kommt Als Neuzugang wurde stattdessen, völlig überraschend, Martin Hoffmann vermeldet. In der Vorwoche hieß es noch, er sei zu teuer für den Verein. „Wir wollen ihn jetzt über Spenden finanzieren. Darüber gab es bereits ein intensives Gespräch mit den Fanclubs, die mithelfen wollen“, erläutert Gaw den Schritt. Entgegen gekommen sei, dass Hoffmanns bisheriger Verein, Dresden, wegen einiger Auflagen, nicht in der Lage war, ihn ganz unter Vertrag zu nehmen. Neben Hoffmann soll am Montag noch ein wei­terer Verteidiger kommen. Es handelt sich dabei um einen 18-jährigen DNL-Spieler, der offenbar vom EV Landshut stammt. Einen Namen nennen die EVL-Verantwortlichen noch nicht . Auf ein Bierchen? Mit den zwei Neuen wird Sebastian Wolsch wohl wieder aus der Defensive in den Sturm rücken. Er war nicht gerade begeistert von der Kritik an seiner Person. Die Vereinsverant­wort­lichen hatten ihm vorgeworfen, er habe im VIP-Raum fröhlich ein Bier getrunken, während sich Benjamin Barz und Derek Switzer für das 1:8-Debakel gegen Dortmund entschuldigten. „Das kommt rüber, als wäre ich Alkoholiker“, ärgert sich der 25-Jährige. „Ich bin in den VIP-Raum gekommen, als die Pressekonferenz schon längst zu Ende war. Außerdem hat man mir mal gesagt, man soll sich sehen lassen, auch wenn man mal ver­- liert“. Die Sache scheint aber ausgeräumt – Wolsch verdiente sich, trotz der beiden Niederlagen am Wochenende, gute Kritiken.

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