EVL 2000 auf Kurs Tabellenspitze

Die Spitzenteams in der Eishockey-Oberliga dürfen sich langsam warm anziehen. Von hinten rollt der EV Landsberg 2000 immer mehr das Feld auf. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gewann das Team von Marian Hurtig bei den Tölzer Löwen mit 2:1 und liegt nur noch drei Punkte hinter Platz zwei. Es war der dritte Sieg in Serie nach dem 6:4 in Füssen und dem superstarken 5:1 gegen den EC Peiting.

„Es war am Anfang ein unglaublich schnelles Spiel mit zwei überragenden Torhütern“, fasste Coach Marian Hurtig das erste Drittel zusammen. Seine Mannschaft kam gut aus der Kabine, machte viel Druck auf den Kasten der Tölzer, blieb aber immer wieder an Goalie Andreas Jenike hängen. Auf der anderen Seite mussten die EVL-Fans kurz vor Drittelende zittern, als mit Kerber und Wolsch gleich zwei Landsberger auf der Strafbank saßen. Die 68 Sekunden Unterzahl überstanden sie auch dank eines wieder einmal starken Peter Holmgren schadlos. Trotzdem hatten die Tölzer im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel und brachten die EVL-Abwehr immer wieder in Bedräng­nis. „Wir haben aber wenige individuelle Fehler gemacht“, nannte Hurtig anschließend einen Grund, warum es für die Hausherren nicht mehr wurde, als ein paar wenige Chancen. Bacek-Tor in Überzahl Tore sollen die 1825 Zuschauer erst im letzten Drittel zu sehen bekommen. Den Anfang machte Igor Bacek im Landsberger Überzahl. Der Stürmer schnappte sich an der Seite die Scheibe, lief unbedrängt auf den Tölzer Kasten zu und traf mit einem gezielten Schuss ins lange Eck zum 0:1 (49.). Die Kurstädter zeigten sich keinesfalls geschockt und legten noch eine Schippe drauf. Der verdiente Lohn für die junge Truppe war der Ausgleich von Johannes Sedlmayer, der erst im Nach­schuss Peter Holmgren überwinden konnte (54.). Als alles schon nach einer Verlängerung aussah, zeigte die Landsberg noch einmal viel Charakter. In der 57. Minute belagerten die Lechstädter regelrecht das Tor der Gastgeber, bis Veli-Antti Leinonen fast unmittelbar nach einer Strafzeit gegen ihn von hinten anrauschte und einen Abpraller zum 1:2-Endstand in die Maschen nagelte. Alles möglich Es war bereits der achte Sieg in den letzten zehn Spielen und ginge es nach EVL-Coach Marian Hurtig, dann soll das auch so weitergehen. Am heutigen Mittwoch spielt der EVL 2000 in Bad Nauheim. „Das wird eine ganz enge Partie. Wenn wir das aber gewinnen, dann ist alles möglich“, so Hurtig. Vielleicht sogar ein Sieg gegen Topfavoriten Herne, der am kommenden Sonntag um 18 Uhr in Landsberg gastiert.

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