EVL 2000 schießt sich aus der Krise

Neue Besen kehren gut – beim EVL 2000 derzeit sogar noch ein bisschen besser. Seit Marian Hurtig neuer Coach am Lech ist, läuft es bei den Landsbergern wie geschmiert. Gegen Klostersee (5:1) und Deggendorf (8:1) feierte er bereits seine Siege Nummer drei und vier.

Ein Garant für den Sieg in Klostersee war die starke Defensiv­leistung der Landsberger und Torwart Peter Holmgren, der etliche tolle Paraden zeigte. Anfangs bekam der Deutsch-Schwede allerdings wenige Schüsse auf den Kasten. Vielmehr machte Schiedsrichter Roland Seckler auf sich aufmerk­sam. Der Unparteiische verteilte Strafzeiten noch und nöcher, so dass zunächst kaum ein geordneter Spielfluss zustande kam. Der EVL stellte sich aber besser darauf ein und ging nach elf Minuten verdient mit 1:0 in Führung. Nach einem Querpass von Alexander Thiel schob Igor Bacek die Scheibe zu seinem ersten Treffer im Landsberger Trikot über die Torlinie. Der EHC Klostersee war nur einmal richtig gefährlich, als Philipp Quinlan freistehend verzog. Auch im zweiten Durchgang zog Schiri Seckler seine Linie konsequent durch, so dass bald mehr Akteure in der Kühlbox als auf der Spielerbank saßen. Wiederum profitierte zunächst der EVL davon. Martin Hoffmann machte mit einem fulminanten Schlagschuss von der blauen Linie das 0:2 (28.). Allerdings hielt die Zwei-Tore-Führung nicht lange. In doppelter Überzahl versenkte Gert Acker einen Schuss im linken unteren Eck zum 1:2 (32.). Als dann das Spiel zu kippen drohte, schlugen die Landsberger erneut zu. Igor Bacek schnappte sich nach einem krassen Fehler in der Grafinger Hintermannschaft auf der linken Seite die Scheibe, legte in die Mitte und Michal Kapicka versenkte zum 1:3 (34.). Hoffmann-Doppelpack Dann schlug die Stunde von Peter Holmgren. Erst kratzte er nach einem Solo von Jared Mudryk die Scheibe von der Torlinie (36.), dann parierte er einen Schuss von Florian Saller prächtig. Seine Vorderleute dankten es ihm mit der Entscheidung in der 55. Minute. Bei einem der wenigen Angriffe im Schlussabschnitte setzte sich Martin Hoffmann auf der linken Seite durch, zog entlang der blauen Linie zur Mitte und drosch dann den Puck in den rechten Winkel. Die Tormaschine vom Dienst, Markus Vaitl, besorgte dann nach einem Hoffmann-Querpass mit einem Direktschuss schließlich noch den 1:5-Endstand. EVL-Coach Hurtig zeigte sich nach der Partie erleichtert, weil man „mit sehr viel Herz und Kampf verdient gewonnen“ habe. Angesichts der ingesamt 80 Strafminuten sei es aber selbst für ihn schwierig gewesen „die Übersicht zu behalten“. Deggendorf demontiert Wesentlich einfacher hatte er es dagegen am Sonntag gegen Deggendorf. Strafzeiten kassierten zunächst nur die Nieder­bayern, der EVL zelebrierte dagegen Eishockey. Nach dem Überzahltreffer von Derek Switzer (9.) sorgte Markus Vaitl noch im ersten Drittel für das erste Kabinettsstück. Obwohl bereits am Boden, behielt der kleine Stürmer die Scheibe, rappelte sich wieder auf und drosch sie zum 2:0 in die Maschen (17.). Auch im zweiten Drittel beherrschten die Landsberger das Geschehen vorne wie hinten. Veli-Antti Leinonen besorgte mit einem Doppelpack bereits zur Halbzeit die Vorentscheidung – Thorsten Rau machte mit dem 5:0 in der 35. Minute alles klar. Deggendorf traf dagegen nur einmal, als Markus Ruderer kurz vor Drittelende von der blauen Linie aus traf. Trotz des beruhigenden Vorsprungs dachten die Landsberger gar nicht daran, im letzten Abschnitt einen Gang zurückzuschalten und verwöhnten die 776 Zuschauer bis zum Schluss. Markus Vaitl (44.), Benjamin Barz (48.) und Thorsten Rau (56.) stellten nach klasse Spiel­zügen den 8:1-Endstand her. "Form behalten" „Wir wollen natürlich die gute Form weiter behalten und dranbleiben“, sagte hinterher ein sichtlich zufriedener Marian Hurtik. Am kommenden Freitag muss seine Mannschaft nach Passau, am Sonntag (18 Uhr) kommt Bad Tölz.

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