Einlick in fremde Gärten

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Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ siegte auf Kreisebene der Iglinger Ortsteil Holzhausen. Landrat Walter Eichner (links) und Monika Sedlmaier überreichten die Siegerurkunden an Bürgermeister Günter Först (rechts) und seinen Stellvertreter Peter Blattner

Landsberg – Erstmals seit drei Jahren wird es 2014 im Landkreis wieder den „Tag der offenen Gartentür“ geben. Das kündigte Susann-Kathrin Huttenloher, Geschäftsführerin des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, jetzt an. Es werden insgesamt sieben Gärten in Dettenschwang, Igling, Kaufering, Ramsach und Reichling zu besichtigen sein.

Termin für den „Tag der offenen Gartentür 2014“ steht bereits fest: 29. Juni. Im selben Monat entscheidet sich für den Iglinger Gemeindeteil Holzhausen, wie erfolgreich er im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ auf Bezirksebene ist. Im Landkreis war Holzhausen allein auf weiter Flut – kein anderer Ort hatte Interesse am 25. Bundeswettbewerb der Dörfer.

Diese Tendenz ist laut Monika Sedlmaier in ganz Oberbayern zu beobachten ist: „Immer weniger Dörfer beteiligen sich“, so die Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landespflege. „Vielleicht, weil es uns allen so gut geht.“ Holzhausen trat deshalb in Wettstreit mit vier Orten im Land­kreis Weilheim-Schongau und ging prompt als Sieger daraus hervor. Landrat Walter Eichner überreichte die Siegerurkunden an Bürgermeister Günter Först und seinen Stellvertreter Peter Blattner.

Für Holzhausen sprach unter anderem, dass es sich seinen Charakter als typisches schwäbisches Straßendorf bewahrt hat. Beileibe keine Selbstverständlichkeit: Der Ort, in dem Regens Wagner mit seinem Magnusheim ansässig ist, bietet laut Sedlmaier fast so viele Arbeitsplätze wie er Einwohner hat. Außerdem herrsche „ein guter Geist“ mit aktiven Vereinen sowie einem regen weltlichen und kirchlichen Leben. Eine Besonderheit seien die drei grünen Friedhöfe des Ortes.

Holunder gesammelt

Dass in der Gartler-Szene des Landkreises insgesamt viel los ist, machte Huttenlohers Rück- und Ausblick auf abgeschlossene und geplante Aktivitäten deutlich. Einer der Höhepunkte des zuende gehenden Jahres sei das Holunder-Fest in Kaufering gewesen, auch wenn man sich laut Kreisvorsitzendem Herbert Feyrsinger hier etwas mehr Besucher gewünscht hätte.

Der Holunder stand während der vergangenen zwei Jahre im Mittelpunkt zahlreicher Gartenbau-Veranstaltungen, und auch Landrat Eichner hat, wie er berichtete, eine ganz persönliche Beziehung zu der vielseitig nutzbaren Pflanze. „Als Bub habe ich mir mit Holundersammeln ein Taschengeld verdient.“

Nach der Ehrung verdienter Mitglieder und einer musikalischen Einlage von Karl-Michael Ranftl folgte im zweiten Teil der Veranstaltung ein Fachvortrag – zum Thema Holunder.

Ulrike Osman

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