Zum Wohle des Tourismus'

Dießens Tourist-Info ab Januar auf neuen Füßen

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Freut sich auf den Zusammenschluss mit der gwt Starnberg GmbH unter dem Logo „StarnbergAmmersee“: Ulrike Hawel, Leiterin der Tourist-Info im Dießener Bahnhofsgebäude.

Dießen – Der Marktgemeinderat trägt den gestiegenen Ansprüchen von Ammersee-Urlau­bern beim Buchungs- und Reiseverhalten Rechnung. Einstimmig beschloss er, die Tourist-Info ab 1. Januar 2020 vollständig in die Plattform „StarnbergAmmersee“ einzugliedern, betrieben von der „gwt Starnberg GmbH“, Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung.

Damit wird die Tourist-Info vom Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Dießen abgekoppelt. Büro und Anlaufstelle für Urlauber und Touristen bleiben im Bahnhofsgebäude. Das Personal vor Ort mit Ulrike Hawel an der Spitze werde übernommen, betonte gwt-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter im Marktgemeinderat.

Im Hintergrund werde der Gesamtauftritt der Dießener Tourist-Info zeitgemäß aufgepeppt. Dazu sah sich Hawel mit ihrem Minijobber-Team nicht in der Lage, wie sie bereits bei der Mitgliederversammlung des Vereins vorbaute und für den Zusammenschluss mit der gwt warb.

Bislang war der Fremdenverkehrsort Dießen in den Online- und Printpublikationen von StarnbergAmmersee bereits vertreten, wofür die Marktgemeinde jährlich 30.000 Euro zahlte. Für das ab kommenden Jahr wesentlich erweiterte Aufgabengebiet erhöht sich der Betrag auf 40.000 Euro. Wobei allerdings 7.500 Euro Mietkosten für die Räume an die Gemeinde zurückfließen.

Hannelore Baur, Fremdenver­kehrsreferentin im Marktgemein­derat, hatte sich im Vorfeld der Sitzung bei der Tourist-Information Herrsching schlau gemacht. Dort habe man durchwegs positive Erfahrungen mit der gwt gemacht. Baur plädierte dafür, jetzt auch Dießen für die touristische Zukunft fit zu machen. Zwar gab es im Markt bei den im Verein angeschlossenen gewerblichen und privaten Vermietern im letzten Jahr 1.250 Buchungen bzw. Anreisen mit 10.506 Übernachtungen, bezogen auf die Personenzahl also insgesamt 37.055 Übernachtungen. Da sei aber noch „Luft nach oben“ drin. Dießen ist schließlich auch außerhalb des Töpfermarktes eine Reise wert.

Allein die Frequenz im Tourist-Büro Dießen lässt sich durch längere und kundenfreundlichere Öffnungszeiten und attraktivere Zusatzangebote wie etwa die Einbeziehung von München-Ticket erhöhen. Und bei Personalausfällen können ab Januar Mitarbeiter vom Büro Herrsching einspringen. Die künftige Dießen-Präsenz auf nationalen und internationalen Touristik-Messen werden einen Schub von neuen Interessenten bringen. Auf der Webseite www.starnbergammersee.de bekommt Dießen einen gleichwertigen Platz wie Herrsching am Ostufer.

Einen ganz entscheidenden Vorteil aber wird das elektronische Buchungssystem der gwt bringen, die auch mit Portalen wie HRS zusammenarbeitet. Dießener Vermietern, die sich hier anschließen wollen, gewährt die gwt 20 Prozent Rabatt im ersten Jahr.

Dieter Roettig

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