2596 Bürger gegen die Lechbrücke

Die Bürgerinitiative Lechsteg hat ihr erstes Ziel erreicht. Beim Bürgerbegehren „Stopp dem Brückenbau“ haben 2596 Landsberger unterschrieben. Für die Aktiven um UBV-Vorsitzenden Wolfgang Neumeier ist es „ein freudiger Tag“ rund vier Wochen nach Beginn der Aktion. Nun ist der Stadtrat gefragt. Die Brückengegner hoffen, dass sich die Räte dem Bürgerbegehren anschließen und die Maßnahme Brückenbau fallenlassen. Es müsste also gar nicht zum Bürgerentscheid kommen.

Wie die Unterschriftensammler erklärten, hätten sie im Kontakt mit den Landsbergern festgestellt, dass die meisten den im April beschlossenen Brückenbau ablehnen. Das Vorhaben beinhaltet eine Brückenkonstruktion mit Rampe zwischen Karolinenbrücke und der Staustufe 15 mit Kosten von rund 1,6 Millionen vor. Auch Bewohnern der Oberen Wiesen hätten sich gegen die Brücke ausgesprochen. Gerade mit dem Vorteil für diese Bürger – damit besser die Innenstadt zu erreichen – hätte Oberbürgermeister Ingo Lehmann die Brücke einst begründet, machte UBV-Stadtrat Christoph Jell deutlich. Auch hätten sich eine große Unzufriedenheit bei den Bürgern gezeigt. „Die Stadt würde Vorhaben häufig nicht richtig nach außen transportieren.“, so Neumeier. Durch den großen Zuspruch sehen sich die Aktiven in ihrem Vorhaben, den Brückenbau zu stoppen, voll bestätigt. Gründe sind für sie besonders die hohen Kosten. Jell erinnerte an die sinkenden Gewerbesteuereinnahmen. Am vorigen Donnerstag wurden die Unterschriften der Stadtverwaltung übergeben. Nun hat der Stadtrat vier Wochen Zeit, darauf zu reagieren. Wie Oberbürgermeister Ingo Lehmann informierte, wird das Thema am Mittwoch, 18. November, behandelt. Einst war der Brückenbau mit 17:9 Stimmen bewilligt worden. Zuversichtlich blickt die Gruppe aus Vertretern von der BAL, FDP, Grünen/Bündnis90, ödp, UBV und Bund Naturschutz auf diese entscheidende Sitzung. Sie glauben, dass sich die Räte dem Ansinnen so vieler Bürger nicht mehr verwehren können. Immerhin wurden bei der Aktion fast 1000 Unterschriften mehr als benötigt, gesammelt. „Es sei zum Selbstläufer geworden“, meinte Neumeier. Passiert dies nicht, muss es – nachdem der Stadtrat das Bürgerbegehren für zulässig erklärt hat – innerhalb von drei Monaten zum Bürgerentscheid über den Brückenbau kommen. Die Bürgerinitiative indes will auch über die Aktion hinaus bestehen bleiben und diskutiert schon mal das Thema Stadtentwicklungsplan. pet

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