Breites Beratungsangebot

30 Jahre Caritas im Landkreis – Geschäftsführer Markus Dietl berichtet

Situation eines Beratungsgesprächs
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Schwerpunkte der Arbeit der Caritas: Beratungsangebote für Menschen mit psychischen Problemen sowie für Suchtkranke
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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Landkreis – Der Caritas-Verband im Landkreis wird heuer 30 Jahre alt. Im Sozialausschuss des Kreistags stellte Geschäftsführer Markus Dietl jüngst das breite Angebot an Beratungs- und Hilfeleistungen vor, das von 60 Mitarbeitern und 85 Ehrenamtlichen erbracht wird. 

Dietl folgte Anfang 2019 auf Alois Handwerker, der fast 30 Jahre lang die Geschäfte der Caritas in Landsberg führte. Vor dem Kreistagsausschuss referierte der (nicht mehr ganz so) Neue nun zum ersten Mal, was nicht zuletzt der Pandemielage im vergangenen Jahr geschuldet war.

Die Arbeit der Caritas im Landkreis habe neben allgemeiner Sozialberatung, Schuldner- und Insolvenzberatung sowie der Beratung in Sachen Mutter-Kind-Kuren vor allem zwei Schwerpunkte, berichtete Dietl. Zum einen sind das Angebote für Menschen mit psychischen Problemen beziehungsweise Erkrankungen, zum anderen Angebote für Suchtkranke.

Die allgemeine Sozialberatung sei im vergangenen Jahr von 153 Menschen in Anspruch genommen worden. Trotz Corona waren 121 persönliche Beratungsgespräche möglich, 167 fanden am Telefon statt und 64 auf schriftlichem Wege.

Die häufigsten Themen, die dabei auf den Tisch kamen, waren finanzielle und gesundheitliche Probleme sowie sozialrechtliche und familiäre Schwierigkeiten.

Wegen Finanznöten seien deutlich mehr Menschen in die Beratung gekommen als im Jahr zuvor, berichtete Dietl. Gerade im Corona-Jahr mit seinen Beschränkungen scheiterten viele Selbstständige. Doch auch Krankheit oder einfach ein dauerhaft niedriges Einkommen trieben Menschen in die Schuldenfalle. In der Insolvenzberatung hätten sich die Gesamtschulden aller Betroffenen auf 5,4 Millionen Euro summiert.

Was früher sozialpsychiatrischer Dienst hieß, hat der neue Geschäftsführer umbenannt in „Beratungsstelle für psychische Gesundheit“, weil dadurch das Angebot für Hilfesuchende leichter erkennbar sei. Es richtet sich an Menschen, die von psychischen Problemen betroffen sind, aber auch an deren Angehörige und das weitere soziale Umfeld. 479 Personen suchten im vergangenen Jahr Hilfe in der Beratungsstelle.

Krisendienst steht bereit

Für akute psychische Notsituationen steht ein Krisendienst der Psychiatrie Oberbayern bereit. Die Leitstelle ist telefonisch an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zu erreichen. Das dazugehörige Ausrückteam der Caritas im Landkreis wird ab 1. Juli nicht mehr nur tagsüber, sondern auch nachts im Einsatz sein, kündigte Dietl an.

Froh ist der Geschäftsführer darüber, dass die Caritas das Sozialzentrum St. Martin übernehmen konnte und einige Dienststellen dort unterbringen wird. Das Gebäude bietet Barrierefreiheit sowie mehr und größere Räumlichkeiten.

Durch die Zusammenführung von Diensten ergeben sich Synergieeffekte, so Dietl. Außerdem erhoffe man sich durch das prominente Gebäude in der Lechstraße eine bessere Wahrnehmbarkeit.

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