Geldnot machte sie zur Betrügerin

31-Jährige verkaufte Handy übers Internet, lieferte aber nicht

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Weil sie ein Smartphone im Internet verkauft hatte, das sie gar nicht besitzt, ist eine 31-Jährige wegen gewerbsmäßigem Betrug verurteilt worden.

Landsberg – Sie hat mehrmals ein Handy, das sie gar nicht besaß, über das Internet verkauft. Deshalb ist eine 31-jährige vor dem Amtsgericht wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Die geschiedene Teamassistentin hatte in den Monaten März und April 2018 ein Smartphone Galaxy S 9 mehrmals im Internet zum Verkauf angeboten. Sie kassierte von insgesamt acht Interessenten zwischen 600 und 720 Euro. Doch sie konnte nicht liefern, da sie das Handy gar nicht besaß. Schaden: 5.009,55 Euro. Die Angeklagte zeigte sich vor Gericht absolut geständig. Die als Zeugin geladene Polizeibeamtin schilderte die Beschuldigte als sehr kooperativ.

Als Begründung für ihre Tat gab die 31-Jährige eine finanzielle Notlage an. Aus einer Scheidung waren 10.000 bis 15.000 Euro Schulden da und sie müsse alleine zwei Kinder erziehen. Unter Tränen versicherte die Angeklagte, dass es ihr leid täte und sie auch bereits mit der Wiedergutmachung angefangen habe.

Staatsanwältin Melanie Ostermeier forderte für gewerbsmäßigen Betrug in acht Fällen eine Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung und 1.000 Euro Geldauflage. Da die alleinerziehende Mutter keinerlei Vorstrafen hat und sie vor Gericht einen guten Eindruck gemacht habe, sei Ostermeier guter Dinge, dass die Bewährung eingehalten wird.

Das Urteil von Richter Michael Eberle lautete dann auf neun Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und 1.000 Euro Geldauflage zu Gunsten der Landsberger Lebenshilfe. Ferner muss die Angeklagte den Schaden regulieren. Hierzu wurde ein Wertersatz in Höhe von circa 4.800 Euro festgelegt. Die Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Walter Müller

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