Back-up mit Kinderpornografie

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Vor dem Amtsgericht Landsberg muss sich derzeit ein 34-Jähriger aus dem Landkreis wegen Besitzes kinderpornografischer Bilder verantworten.

Landsberg – Wegen des Besitzes von Kinderpornographie stand in der vergangenen Woche ein 34-Jähriger vor dem Amtsgericht. Die Polizei hatte bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in einem Dorf bei Landsberg zwei entsprechende Bilder auf einem Computer gefunden. Der Angeklagte, der offenbar bereits einschlägig vorbestraft ist, will von den Fotos nichts gewusst haben.

Er habe beim Aufräumen seines Büros von Computerdateien ein Back-up erstellt und dieses auf sein I-Pad aufgespielt, gab der 34-Jährige an – und zwar ohne den Inhalt der Dateien im einzelnen zu kennen. Angeschaut habe er die Bilder, die einen 14-Jährigen in eindeutigen Posen zeigen, nie. Einige der gespeicherten Dateien hätten sich nicht öffnen lassen, diese habe er unbesehen gelöscht.

Richter Alexander Niedermeier hatte einen Computer-Sachverständigen als Zeugen geladen, der offenbar kurzfristig ausgefallen war. Deshalb war die Verhandlung bereits nach der Befragung des Angeklagten zunächst wieder beendet. Mit seinem Vorschlag, das Verfahren einzustellen und damit für seinen Mandanten kurz und schmerzlos zu beenden, biss Verteidiger Maximilian Pauls auf Granit. Er führte an, dass der 34-Jährige wegen der zwei Bilder schon einen Monat in Untersuchungshaft gesessen habe. Staatsanwältin Britta Füchtenbusch hielt dagegen, dass der Mann wegen eines ähnlichen Delikts bereits vorbestraft sei und zum Zeitpunkt der Durchsuchung noch unter Bewährung stand.

Das Verfahren wurde ausgesetzt und wird zu einem bisher noch nicht bekannten Termin fortgesetzt.

Ulrike Osman

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