Landsbergs größtes Hotel

Ein 4-Sterne-Hotel mit 130 Zimmern im Papierbach-Areal

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So soll es aussehen, das neue „Mesura“-Hotel im Papierbach-Areal.

Landsberg – Die Amsterdamer Bari Groep BV wird im Papierbach-Areal in unmittelbarer Nähe zum Lechsteg ein 130 Zimmer umfassendes 4-Sterne-Hotel betreiben. Das gab Projektentwickler ehret+klein bekannt. Die Unternehmen arbeiten bereits in Tutzing zusammen, wo in der Bahnhofstraße etwa zeitgleich (bis 2022) ein 100-Zimmer-Haus entstehen soll. Beide Hotels sollen unter dem Namen „Mesura“ geführt werden.

Der Name kommt aus der spanischen Sprache und bedeutet Wohlerzogenheit, Zurückhaltung, Umsicht, Höflichkeit und Mäßigung. Für Landsberg folge daraus, dass das Hotel „lokale Elemente widerspiegelt“ und sich an seine Lage in den Obergeschossen des Kulturbaus anpasst. „Ausgerichtet an den Bedürfnissen von Kultur, Business und Tourismus wird es innovative Office Spaces, Unterhaltungs- und Ausstellungsflächen sowie Proberäume und Künstlerapartments geben“, so ehret+klein. Außerdem ist ein Café vorgesehen.

In Sachen „Kulturbau“ gab es im September 2019 eine Änderung. Der Projektentwickler griff auf den zweiten Siegerentwurf von „Auer und Weber Architekten“ zurück, weil - so erklärte Michael Ehret im Stadtrat - die Gewinner des Wettbewerbs, das Büro Staab Architekten, die von Kulturschaffenden erbetene Umplanung auf eine 8,50-Meter-Raumhöhe im Erdgeschoss nicht zeitgerecht durchführen konnten.

Der zweitplatzierte Entwurf hatte aus Bauträgersicht aber auch den Vorteil, dass er 1.400 Quadratmeter mehr Geschossfläche vorsah. Dadurch konnte ehret+klein das Hotel, das zunächst neben dem „Haus Kleber“ entstehen sollte, in den Kulturbau verlagern. An der ursprünglichen Stelle soll nun ein Wohngebäude errichtet werden.

Die Rezeption des Hotels sei als „Allround-Rezeption“ geplant. Sie solle für alle Nutzer des Hauses zur Verfügung stehen, also auch für die „öffentlichen kulturellen Nutzungen“ im Erdgeschoss. Vorgesehen sind „Räume für Künstler, Musiker, Jugend- und Seniorengruppen“, die sie „im Rahmen von Festlichkeiten, Proben und Workshops“ in Anspruch nehmen können.

Auch könnten alle Bewohner des Quartiers „die Rezeption als Paketstation für eine flexible Paketzustellung nutzen“. Die geplante Multifunktionalität der Rezeption verstärke „den Öffentlichkeits- und Sharing-Charakter des Kulturzentrums“ ebenso wie „das Gemeinschaftsgefühl im gesamten Quartier“.

Bislang war Landsbergs größtes Hotel das „Vienna House“ im Gewerbegebiet mit 103 Zimmern. Es folgten das Arthotel ANA Goggl (60 Zimmer), das Landhotel Endhart (40), der Landsberger Hof (28) und der Augsburger Hof (15). Ein weiteres Hotel im oberen Qualitätssegment ist schon seit Langem geplant – zuletzt gab es Überlegungen, die Schloßbergschule umzubauen und zu ergänzen (der KREISBOTE berichtete).

Die niederländische Bari-Gruppe betreibt als Franchisenehmerin Hotels unter den Namen „Marriott International“ und „Hilton Worldwide“. Vor Kurzem kamen „Element“-Hotels der Starwood-Kette (Sheraton, Westin, Le Meridien) hinzu. Auch in Landsberg und Tutzing könnte ein Franchisekonzept verwirklicht werden – was Investoren Vorteile bei der Finanzierung, beim Marketing und im Personalbereich bietet.
Werner Lauff

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