1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Landsberg

50 Jahre Landkreis Landsberg - Auf einen Schlag kräftig zugelegt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

50 Jahre Landkreis Landsberg
Mit der Gebietsreform von 1972 wurde auch die Grenze des Landkreises Landsberg neu gezogen. Kommen Sie mit auf eine kleine Zeitreise und erfahren Sie mehr über die Geschichte unserer Region - von damals bis heute. © Kreisbote Landsberg

Landsberg – Mit der Formulierung „Auf einen Schlag kräftig zugelegt“ ist die Entwicklung im Zuge der Gebietsreform treffend beschrieben, wenn man den Fokus auf den Landkreis Landsberg richtet. Hatte er vorher weniger als 50.000 Einwohner, so waren es zum 1. Juli 1972 deutlich über 70.000 Bewohner.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat das Wachstum angehalten, das in manchen Städten und Gemeinden zeitweise rasante Züge angenommen hat. Bereits Mitte der neunziger Jahre wurde bei der Einwohnerzahl die 100.000-er Marke geknackt. Aktuell sind es in der wirtschaftlich prosperierenden Region 121.466 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Landkreis liegt verkehrsgünstig zwischen München, Augsburg, Allgäu und Oberland. Damit gehört Landsberg zu den mittelgroßen Landkreisen in Bayern. Es gibt nur einen unter den 71 Landkreisen im Freistaat mit gleicher Einwohnerzahl: Das ist Rottal-Inn in Niederbayern. Etwas größer, aber ebenfalls bei den „mittleren“ Einheiten sind vier Nachbarn: Ostallgäu im Westen mit 141.000 Einwohner, Starnberg im Osten mit 137.000 Bewohnern, Weilheim-Schongau im Süden mit 136.000, Aichach-Friedberg im Norden mit 135.000 Einwohnern. 14 Gemeinden und die Große Kreisstadt Landsberg sind ab Juli 1972 zum Landkreis dazugekommen. Dies sind im Süden Kinsau, Apfeldorf, Reichling und die früher selbstständige Gemeinde Epfach; diese vier wechselten von Schongau nach Landsberg. Aus dem Südwesten sind Dienhausen, Denklingen, Leeder, Asch, Seestall, Oberdießen, Unterdießen, Ellighofen und Erpfting dazugestoßen. Sie waren früher alle beim Landkreis Kaufbeuren, der ebenso wie Schongau aufgelöst wurde. Im Osten wurden Geltendorf und Hausen von Fürstenfeldbruck an Landsberg abgetreten.

„Ein Kraftakt“

„Es war ein Kraftakt“. So hat Margit Horner-Spindler die Entwicklungen rund um die Gebietsreform im Gedächtnis behalten. Sie war damals 14 Jahre. Aber die Gebietsreform – sowohl bei den Landkreisen als auch bei vielen zeitgleichen Eingemeindungen war im Hause Horner in Reichling Tagesgespräch. Der Vater war damals schon 14 Jahre Bürgermeister und sechs Jahre Vize-Landrat von Schongau. Das Amt des Stellvertreters hatte ihm der Landsberger Landrat Bernhard Müller-Hahl in Aussicht gestellt, wenn sich Reichling und die anderen Gemeinden im Süden sich für Landsberg und gegen Weilheim-Schongau entscheiden. Drei Perioden, also 18 Jahre, war Horner dann Vizelandrat im Kreis Landsberg. Von 1984 bis 1990 kam es zu der Konstellation, dass mit Landrat Erwin Filser (Apfeldorf) und dessen Vertreter Franz Horner (Reichling) zwei führende Köpfe im Süden des Landkreises zu Hause waren.

Erfahren Sie viele weitere spannende Informationen hier in unserem Sonderjournal:

Auch interessant

Kommentare