760000 Euro für allwettertauglichen Sportplatz – Stadtrat genehmigt Planung an der Lechstraße

Bald ein Jahr ist vergangen, seit der „Räumtrupp“ in der Lechstraße anrückte, um die die Freisportfläche inklusive Erdreich über der städtischen Tiefgarage abzutragen. Aus statischen Gründen musste das sein, die „zulässige Auflast der Garagendecke“ war überschritten. Die Light-Version lässt noch immer auf sich warten, wenngleich die fertige Planung schon in der Rathausschublade liegt. Sobald die Förderzusage der Regierung von Oberbayern eintrifft kann’s losgehen, war am Mittwoch im Stadtrat die frohe Botschaft.

Vorgesehen ist, die Sportflächen zwischen Ignaz-Kögler-Gymnasium und Inselbad komplett auf Vordermann zu bringen – gezwungener Maßen. So soll im südlichen Be- reich, wo im Moment eine Steinwüste ein trostloses Bild abgibt, ein Allwetterplatz entstehen. Auf dem Kleinspielfeld (28 x 44 Meter) sind, ähnlich wie das zuvor schon der Fall war, diverse Sportarten möglich: Fuß-, Hand-, Basket- und Volleyball sowie Tennis; zudem sind im Randbereich noch die Anlagen für Weit- und Hochsprung zu finden. Kunst- statt Naturrasen Das noch weitgehend intakte Rasenspielfeld im nördlichen Bereich möchte die Stadt nicht zuletzt auf Anregung der IKG-Schulleitung als Kunstrasenspielfeld ebenfalls in den Maßen 28x44 Meter gestalten. Die Mehrkosten gegenüber Naturrasen liegen laut Stadtkämmerer Manfred Schilcher bei etwas mehr als sechs Prozent. Und nicht zuletzt möchte man den Vorplatz der Turnhalle Lechstraße neu gestalten: Rasenpflaster, Sitzstufen, Trinkbrunnen und Holzdecks als Ruhezonen. Einstimmig sprach sich der Stadtrat am Mittwoch für den Neubau der Sportflächen an der Lechstraße aus und segnete zugleich das Baubudget von 760000 Euro ab. Die Summe ist als „außerplanmäßige Ausgabe“ bereitzustellen, dürfte aller- dings durch eine kräftige Finanzspritze des Freistaates noch deutlich reduziert werden. Stadtkämmerer Schilcher geht von 211500 Euro aus. Wie im KREISBOTEN berichtet, war im Zuge der Tiefgaragensanierung festgestellt worden, dass im Bereich der beiden Schulsportflächen die zulässige Auflast der Garagendecke überschritten wurde. Als Sofortmaßnahme ließt die Stadt im vergangenen Jahr die Allwettersportfläche und das Erdreich darunter abtragen. Verursacher zahlt nicht Dem Verursacherprinzip folgend war ursprünglich vorgesehen, die gesamte Maßnahme außerhalb des Stadthaushaltes über die für die Tiefgaragen zuständigen Städtischen Werke abzuwickeln. Davon ist man indes wieder abgekommen, weil der staatliche Zuschuss nicht möglich gewesen wäre. Gemäß Richtlinie darf der Zuwendungsempfänger kein wirtschaftliches Unternehmen nach Gemeindeordnung sein. Zu Lasten der Städtischen Werke fällt nunmehr nur noch die Sanierung der Tiefgaragendecke unter den beiden Sportflächen.

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