Nach Zwischenfall beim Pflugfabrik-Abriss:

Ein Zaun für mehr Sicherheit

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Gestern kam es zu einem Zwischenfall auf der Baustelle an der ehemaligen Pflugfabrik, bei dem Putzteile auf die Straße fielen. Heute hat man bereits reagiert und einen zusätzlichen Bauzaun mit Sichtschutz (in blau) errichtet.

Landsberg – Das ist gerade noch einmal gut gegangen: Gestern stürzte bei den Abbrucharbeiten auf dem Pflugfabrikgelände ein Fenster herab. Teile davon landeten auch auf der derzeit halbseitig gesperrten Von-Kühlmann-Straße. Passiert ist glücklicherweise nichts, das Abrissunternehmen hat nun trotzdem schärfere Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Seit rund zwei Monaten laufen die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik. Hier wird Platz geschaffen für das Wohnbauprojekt „Urbanes Leben am Papierbach“. Der Zwischenfall ereignete sich am Dienstag gegen 11.30 Uhr. Bei Abrissarbeiten auf dem Gelände hatte sich ein Fenster aus der Brüstung gelöst und ist auf den Gehweg gefallen. Darüber informiert Anke Witzel von Projektentwickler „ehret+klein“. 

„Dabei ist der weiße Bauzaun nach außen gefallen“, so Witzel. „Die Fensterteile fielen innerhalb des Absperrbereiches auf den Boden; einige Putzteile lagen auf der Fahrbahn.“ Nach Recherchen der Firma Ettengruber müssen Teile eines Shedfensters locker gewesen sein beziehungsweise die Aufhängungen nicht mehr gehalten haben, so dass es sich aufgrund der Bewegung im Bauwerk lösen konnte, erklärt Witzel weiter.

Dass die Von-Kühlmann-Straße an dieser Stelle derzeit halbseitig gesperrt und der Gehweg auf die andere Straßenseite verlagert ist, verhinderte wohl einen Unfall. Eine Vollsperrung habe man nach dem Vorfall zwar besprochen, sagt Wolfgang Langer vom Markt- und Ordnungsamt. Man habe aber keine Notwendigkeit dafür gesehen. Außerdem habe sich der Zwischenfall auch in einer Verkehrspause ereignet, wie Stadtsprecherin Petra Freund auf Nachfrage des KREISBOTEN erklärt. Es gab keine Personen- oder Sachschäden.

Die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen aus einem Abbruchvorhang, einem festen Schutzzaun und der Straßensperrung reichen aus – das ist das gemeinsame Fazit von Ordnungsamt, Projektentwickler und Baufirma. Trotzdem hat man bereits einen Tag nach dem Vorfall ein mit einem zusätzlichen Sichtschutz versehenen Bauzaun errichtet.

Astrid Neumann

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