Aber bitte mit Lederhose!

Dirk Hoffmann (Foto) behielt seine Lederhose bis zur Landung an und zeigte viel Geschick, beim Befüllen seines Weißbierglases im freien Fall. Foto: Hark

Wenn es um spektakuläre Einsätze geht, dann sind die Skydiver aus der Lechstadt offensichtlich gerne mit von der Partie. Der eine, KREISBOTEN-Redakteur Toni Schwaiger, steuert seinen Fallschirm anlässlich einer Geburtstagsfeier punktgenau auf ein fahrendes Isarfloß, der andere, Dirk Hoff­mann, übt schon mal fürs Oktoberfest und schenkt sich im freien Fall bei Tempo 200 eine Halbe Weißbier ein – natürlich in Lederhose.

Von den gegnerischen Fans beim Fußball und diversen anderen Mannschaftssportartenkennt man das ja: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ So mancher Fallschirmspringer aus dem Freistaat möchte das sich aber überhaupt nicht gefallen lassen. „Im Gegenteil“, dachte sich Axel Frank vom Fallschirmsportring Club 2000 in Altenstadt, wohl schon in Vorfreude auf die nächste Wies’n. Er war es, der das Tragen der traditionellen Tracht während des Fallschirmspringens ins Gespräch brachte und sogleich umsetzte. Da im Freistaat aber nicht nur Lederhosen Tradition haben, sondern auch das Weißbier, trat Franks Teamkollege Dirk Hoffmann aus Landsberg auf den Plan. Seine Idee: „Warum nicht mal das Einschenken des Gerstensaftes im freien Fall auszuprobieren?“ Erste Versuche mit Wasser waren vielversprechend und nach kleinen Modifikationen nahmen Hoffmann und Freifall-Fotograf Thomas Hark das Unternehmen „Biersprung“ in Angriff. Jedoch: Auf das Bier wirkte sich der Venturi-Effekt etwas anders aus als beim Wasser. „Durch die im Frei­fall mit bis zu 200 km/h vorbei strömende Luft wurde vom schäumenden und damit in Teilen leichteren Gebräu ein deutlich größerer Anteil aus Glas und Flasche gesogen, als dies noch beim reinen Wasser der Fall war“, berichtet Hoffmann. „Dennoch gelang es, das Glas zumindest bis in etwa zur Hälfte zu füllen und das Unternehmen Biersprung zum Erfolg zu führen.“ Vor dem Öffnen des Fallschirms seien Flasche wie auch Glas komplett entleert, danach „verstaut“ und festgehalten worden. Die anschließende Landung auf dem Flugplatz in Altenstadt sei „wie (fast) immer“ auf der dort ausgelegten Zielsprungmatte mit elektronischer Messscheibe erfolgt, „diesmal aber mit Weißbierglas und Weißbierflasche in den Händen“. Kaum wieder festen Boden unter den Füßen, feilten Hoffmann&Co. gleich wieder an Verbesserungen: „Vielleicht gelingt es ja, einen Schluck Weißbier aus dem Glas zu trinken, ohne eine kräftige Nasenspülung zu erhalten“, schmunzelt der Skydiver und verspricht: „Fortsetzung folgt in jedem , wieder im freien Fall aus mindestens 3500 Meter über Grund – natürlich immer mit Alkoholfreiem…“

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