Abschied nach 12000 Stunden – Mädchenrealschule Dießen: Ein Fünftel mit einer Eins vor dem Komma

Mit dem flotten „Raiders March“, gespielt vom Schulorchester, hat sich am Freitagvormittag im Anschluss an einen großen Festgottesdienst im Marienmünster für 125 Absolventinnen der Mädchenrealschule das Ende ihrer Schulzeit angekündigt. Lehrer, Eltern und Schülerinnen hatten fürwahr Grund stolz zu sein: Alle Mädchen haben die Mittlere-Reife-Prüfung be­standen, 24 sogar mit einer Eins vor dem Komma.

In der bis auf den letzten Platz besetzten Sporthalle konnte die lang­jährige Konrektorin und neue Schul­leiterin Theresa Wilhelm zahlreiche Gäste und Ehrengäste begrüßen. Darunter auch Landrat Walter Eichner, der den Absolventinnen die Glückwünsche des Land­kreises Landsberg überbrachte. Eichners Dank galt vor allem den Lehren und Eltern, die die Mädchen in den letzten, entscheidenden Jahren unterstützt, ermuntert und begleitet hatten. Sichtlich bewegt verabschiedete sich auch Schulsprecherin Katharina Böck von ihrer Schule, an der sie in vergangenen sechs Jahren „12000 Stunden“ verbracht hatte. Im Namen ihrer Mitschülerinnen bedankte sie sich bei jenen Päda­-gogen, die bemüht waren, ihren Unterricht motivierend und abwechslungsreich zu gestalten und dabei ihre Schülerinnen entsprechend deren individuellen Möglichkeiten zu fördern. Ihr Dank galt auch den Eltern, die nicht müde wurden, die Schule im Rahmen der Elternarbeit zu begleiten. „Das ist wichtig, auch um Eskalationen und Gewalt an Schulen zu vermeiden, wie wir es in den letzten Jahren anderswo erleben mussten“. Und weiter betonte Katharina Böck: „Aus unserer Schule nehmen wir mehr mit als Fachwissen, nämlich viele schöne Erinnerungen und die Fähigkeit, Verantwortung für uns selbst und andere zu übernehmen.“ Einen Satz des antiken Mathematikers und Philosophen Archimedes gab Schulleiterin Wilhelm ihren Mädchen mit auf den Weg: „Gib mir einen Platz wo ich stehen kann und ich will die Welt bewegen.“ Sie hoffe, dass es allen Absolventinnen ge­lingen werde, den ihnen zugedachten Platz zu finden, wo sie gebraucht würden und ihre Fähigkeiten entfalten könnten. „Denn Zu­- schauerplätze gibt es zur Genüge“, stellte die Schulleiterin fest. Auch ein eigener Standpunkt gehöre zum Erwachsenwerden, unterstrich Wilhelm: „Der Standpunkt unserer Schule ist ein christlicher und so habt ihr in dieser Schule eine Prägung erfahren, die ihr hoffentlich nie verlieren werdet.“ Abschied nehmen musste die Schulgemeinschaft auch von den Lehrerinnen Sonja Bauer, Birgit Kaiser und Sonja Lampl nehmen, die ihr beruflicher Weg aus Dießen fortführt. Besonders großen Applaus gab es für die langjährige Deutsch- und Geschichtslehrerin Christa Thalheimer, die im September ihren Ruhestand antritt.

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