Zum Abschluss ein Schützenfest

Es war die Abschiedstournee des EV Landsberg 2000 am letzten Wochenende. Gegen Füssen und Deggen- dorf wollte die Mannschaft einen würdevollen Ausklang der aktuellen Oberliga-Saison feiern. Was zu Hause gegen die Allgäuer (5:9) nicht gelang, schaffte die Mannschaft in Deggendorf. Bei den Niederbayern feierte die Truppe um Kapitän Brent Fritz ein 9:5-Schützenfest.

Knapp 1000 Fans wollten am Freitag das letzte Heimspiel gegen den EV Füssen sehen. Und die bekamen ein rasantes Spiel zu sehen – mit etlichen Torchancen in der Anfangsphase. Nach einem Wechselfehler in Unterzahl hatte Michel Maaßen die Möglichkeit auf die Gästeführung, verstolperte aber leichtfertig. Füssen blieb am Drücker, vor alle, weil sich die EVL-Truppe in der eigenen Zone dicke Abspielfehler leistete. Quasi wie aus heiterem Himmel fiel daher auch das 1:0 für Landsberg von Jordie Preston, der einen Abpraller direkt verwandelte. 61 Sekunden später lag Füssen plötzlich mit 1:2 vorne. Erst legte Markus Vaitl nach einem Solo die Scheibe zum Ausgleich ins rechte untere Eck. Dann lief Ruslan Bezshchasnyy nach einem weiteren Lapsus in Landsberger Überzahl alleine auf Peter Holmgren zu und verlud ihn mustergültig (in der 12. Minute). Wenig später schien die Partie dann bereits entschieden, als Doug Orr völlig freistehend den Puck zum 1:3 in den rechten Torwinkel zimmerte (in der 16. Minute). Preston mit drei Toren Doch zu früh gefreut – Jordie Preston schien sich für seinen wohl letzten Heimauftritt viel vorgenommen zu haben. 18 Sekunden nach dem dritten Füssener Treffer verwandelte er eine Vorlage von Thorsten Rau direkt zum 2:3 und dann zog er mit Alex White in Unterzahl eine ganz große Show ab. Beide spielten die EVF-Abwehr mit einem Spieler weniger derart schwindlig, dass Preston die Scheibe seelenruhig zum 3:3 ins linke Eck schlenzen konnte (in der 19. Minute). Huhn und Caponigri vom Eis Die gute Laune der Landsberger Fans war im zweiten Drittel schnell verschwunden. Erst nagelte Ruslan Bezshchasnyy einen knallharten Schlenzer zum 3:4 unter die Latte (in der 22. Minute), dann war die Partie für Daniel Huhn und Paul Caponigri gelaufen. Schiedsrichter Maximilian Plitz schickte beide vorzeitig zum Duschen. Huhn hatte Füssens Matthias Ziegler mit dem Schläger im Gesicht getroffen, Caponigri leistete sich einen überharten Bandencheck (in der 25. Minute). Leichtes Spiel also für die Allgäuer, die in der folgenden Über- zahl durch Ricky Helmbrecht (26. Minute), Doug Orr (28. Minute) und Andrej Naumann (30. Minute) auf 3:7 stellten. Zu allem Überfluss fälschte Michel Maaßen in der 34. Minute noch einen Schuss unhaltbar für Peter Holmgren zum 3:8 ab. Das Spiel war gelaufen und die Abschiedsparty für den EVL gründlich verdorben. Wenigstens sorgten Markus Rohde (in der 39. Minute) und Alex White (in der 41. Minute) mit ihren Treffern noch ein bisschen für Stimmung. Den Schlusspunkt setzte aber Füssens Matthias Ziegler. Nach einem kapitalen Stockfehler von Andreas Schmelcher brauchte die Scheibe nur noch ins leere Tor zum 5:9-Endresultat zu scheiben. Zwei Tore am Anfang So torreich das Spiel gegen Füssen endete, so schwungvoll sollte die letzte Saisonpartie in Deggendorf losgehen. Bereits nach 188 Sekunden hatten beide Teams bereits einmal getroffen. In Landsberger Überzahl besorgte Jeff White zunächst per Konter das 1:0 (in der 3. Minute), wenige Sekunden später machte Thorsten Rau den 1:1-Ausgleich. In der Folgezeit waren die Hausherren der erneuten Führung näher, als der EVL, zumal die Deggendorfer ab der sechsten Minute kurz in doppelter Überzahl spielen durften. In der 14. Minute wurden die Gastgeber dann aber kalt erwischt. "Feuerwerk" Erst wuchtete Daniel Nörenberg die Scheibe zum 1:2 in die Maschen – nur 26 Sekunden später besorgte Tobias Kastenmeier sogar das 1:3. Der Vorletzte zeigte sich aber keinesfalls geschockt, schaffte durch Alexander Klosterriet (15. Minute) und Michael Hengen (21. Minute) sogar den 3:3-Ausgleich. Dann brannten die Ibelherr-Mannen aber ein regelrechtes Feuerwerk ab. In fünfeinhalb Minuten machten sie aus einem Unentschieden eine 3:7-Führung. Jordie Preston (24. Minute), Markus Rohde (25. Minute), Alex White (27. Minute) und Tobias Kastenmeier (30. Minute) trafen auch dank gütiger Mithilfe vom schwachen Deggendorfer Goalie Reinhard Haider. Die Partie war eigentlich entschieden. Spannend wurde es nur noch, als Christian Köllner nach einem bösen Foul vom Eis musste und die Niederbayern in Überzahl durch Anthony Palotta (47. Minute) und Mike Forgie (50. Minute) noch einmal auf 5:7 herankamen. Markus Rohde und der starke Tobias Kastenmeier machten in der Schlussphase aber dann doch alles klar. „Das Match hatte Freundschaftsspielcharakter und wir hatten einfach mehr Lust darauf“, kommentierte Coach Franz-Xaver Ibelherr die Begegnung. Ein Wehmutstropfen bleibt aber dennoch. Platz sechs wurde knapp verfehlt, weil der EHC Klostersee am Ende einen Zähler mehr auf dem Konto hatte.

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