Absolute Verbesserung in den Seniorenheimen

In diesen Tagen treten in den beiden Kreisseniorenheimen insgesamt neun neue Kräfte ihre Arbeit an. Die Aufgabe dieser Betreuungsassistenten ist es, sich speziell um demenzerkrankte Heimbewohner zu kümmern. Die zusätzlich geschaffenen Stellen beruhen auf einer neuen gesetzlichen Regelung, die eine bessere Betreuung für Demenzkranke gewährleisten soll.

Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen sollen mehr Zuwendung und Wertschätzung erfahren und mehr Spaß am Leben haben. Ihre bisherige Betreuungssituation in stationären Pflegeeinrichtungen sieht der Gesetzgeber als „überwiegend verbesserungsbedürftig“ an. Die Betroffenen sollen stärker aktiviert und in die Gemeinschaft eingebunden werden. Die Betreuungsassistenten malen und basteln mit ihnen, musizieren, machen Gesellschaftsspiele und Spaziergänge, lesen vor, machen Bewegungsübungen. Sie haben Zeit für Ge- spräche, vermitteln Sicherheit und Orientierung, bauen Ängste ab und steigern ganz allgemein die Lebensfreude. Im Greifenberger Kreisseniorenheim Theresienbad kommen 64 Bewohner in den Genuss der zusätzlichen Betreuung, in Vilgertshofen sind es 50. Statt der genehmigten 4,5 Vollzeitstellen hat man neun Teilzeitkräfte eingestellt, um das Angebot so breit wie möglich fächern zu können. „Eine absolute Verbesserung“, freut sich Betriebsleiter Anton Schmid. Finanziert werden die Stellen nicht über den regulären Pflegesatz, sondern direkt von den Pflegekassen, die wiederum das Geld vom Bund bekommen. Theorie und Praktikum Die Betreuungskräfte müssen keinen therapeutischen oder pflegerischen Berufsabschluss haben. Voraussetzung ist lediglich der Abschluss einer Qualifizierungsmaßnahme, die insgesamt 160 Stunden Unterricht und ein zweiwöchiges Praktikum im Pflegeheim umfasst. Im Landkreis wird die Ausbildung von den Heimerer Schulen (siehe unten) und dem Berufsfortbildungswerk angeboten.

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