Kofferschleppen de luxe:

Absolutes Halteverbot vor dem Hotel Goggl

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Ausgerechnet im Bereich vor dem Hotel Goggl, wo das Halten zum Be- und Entladen so wichtig wäre, hat die Stadt ein absolutes Halteverbot angeordnet und beschildert.

Landsberg – Nicht nur Photo-Porst-Chef Ingolf Wunderlich hat Probleme mit der Parkregelung am neuen Hauptplatz auch Hotelier Erich Wiedner ärgert sich gehörig. Seit der Sanierung des Platzes herrscht vor dem Hotel „Goggl“ absolutes Halteverbot.

Für Wiedner ein Unding, „so etwas gibt es in ganz Deutschland nicht. Ich habe jetzt einige Kollegen getroffen, von denen werde ich schon ausgelacht.“

Wenn die wenigen Kurzzeit-Halteplätze zum Be- und Entladen am Hauptplatz belegt sind, könnten seine potenziellen Gäste jetzt nicht einmal mehr kurz halten, um nach einem Zimmer zu fragen, geschweige denn ihr Gepäck aus- oder einzuladen, schildert der 67-Jährige. Alternativen gibt es im Grunde nicht, denn „in der Gogglgasse ist Feuerwehranfahrtszone, da geht es also auch nicht. Wer auch immer die neue Beschilderung beschlossen hat (es war der Stadtrat; d. Red.), hat das völlig willkürlich gemacht. Was soll denn der Gast machen, der eine Unterkunft sucht?“ Mit ihm habe über das „Riesen-Handicap für unseren Betrieb“ jedenfalls niemand im Vorfeld gesprochen, bedauert Wiedner. Außerdem werde er nun prüfen lassen, ob die Anbringung eines Schildes an der Dachrinne des Hauses rechtlich überhaupt zulässig war, „es ist offenbar einfach so angeschraubt worden.“

"Sie braucht’s ja selbst"

Verständnis für die neuen Einschränkungen hat er nicht. „Ich bin Gewerbesteuerzahler und ich gehe davon aus, dass die Stadt eigentlich auch ein Hotel am Hauptplatz haben will, sie braucht es ja selbst oft genug.“ Deshalb will der Hotelier die Sache auch nicht auf sich beruhen lassen. „Ich engagiere mich im Ausschuss für die Herkomer-Konkurrenz und im Fremdenverkehrsverband, da muss ich jetzt nur die nächsten Sitzungen noch abwarten.“

Die Einschränkungen für das „Goggl“ sind offenbar so groß, dass Erich Wiedner sogar offen über den Weiterbetrieb des Traditionshotels nachdenkt und diesen in Frage stellt. „Wenn das so bleibt, wie es ist, können sie mich gern haben. Es gibt einige Interessen für die Immobilie, das sage ich ganz offen.“ Diese würden den Betrieb nicht in der jetzigen Form weiterführen, vermutet er. „Die reißen das Haus dann weg, dann gibt’s eben kein Hotel mehr und das Goggl gab‘s dann in Landsberg einmal“, so Wiedner. Damit würde sich die Stadt seiner Meinung selbst am meisten schaden. „Je mehr Betten eine Stadt vorweisen kann, desto mehr Zuschüsse gibt es. Aber das scheint in Landsberg niemanden zu interessieren.“

Christoph Kruse

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