Fachabitur an FOS und BOS Landsberg

Mit Anstrengung zum Ziel

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Die besten in ihren Fachrichtungen aus FOS und BOS, flankiert von Schulleiter Dietmar Bauer (ganz links) und Ehrengast Stefan Jörg, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Landsberg-Ammersee (ganz rechts): Ludwig Muggli, Dominik Sepp, Vanessa Henke, Anna Lena Stannecker und Korbinian Federl (von links).

Landsberg – Verleihungs-Marathon im Sportzentrum: 298 Absolventen aus 13 Klassen der Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) haben am Freitag ihr Fach­abiturzeugnis erhalten. Es öffnet ihnen die Tür zu sämtlichen Fachhochschulen – oder, wie sie mittlerweile heißen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Kein Wunder also, dass der Landsberger Bürgermeister Axel Flörke von einem Meilenstein sprach, den die Absolventen erreicht hätten. Sicherlich sei das für die Prüfungen erworbene Detailwissen schnell vergessen, „doch Sie haben Schlüsselqualifikationen erworben und die eigenen Fähigkeiten kennengelernt“ – in Flörkes Augen die wesentlichste Aufgabe der Schule. Nun gelte es, das Leben in eine Richtung zu bringen, die den eigenen Neigungen entspreche. „Das ist das Allerwichtigste.“ Denn neben materieller Sicherheit müsse das Leben auch auf anderen Ebenen mit Sinn erfüllt sein, legte Flörke den Fachabiturienten ans Herz.

Schulleiter Dietmar Bauer entließ seine ehemaligen Schüler zuversichtlich an die Hochschulen beziehungsweise in die Arbeitswelt. „Sie sind gut vorbereitet für Ihre berufliche Karriere und die kommenden Herausforderungen.“ Von der Jagd nach schnellem Geld und schnellem Glück riet Bauer ab. Erfolgversprechender sei es, nicht nach fremden Schätzen zu graben, sondern mit eigener Anstrengung sein Ziel zu erreichen. „Aber dabei soll nicht das Feiern, die Geselligkeit und die Muße vergessen werden“ – so lautete schon Goethes Zauberformel für berufliche und persönliche Erfüllung. „Und es ist immer noch so, dass am Ende das Erreichte zählt und nicht das Erzählte reicht“, so Bauer mit Blick auf die Scheinwahrheiten, die derzeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft um sich griffen.

Als Ehrengast überbrachte Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg den Top-Absolventen des Jahrgangs den mit 100 Euro dotierten Bester-Preis der VR-Bank Landsberg-Ammersee. Mit dem Schulabschluss in der Tasche könnten die Fachabiturienten ihre Flügel etwas weiter ausbreiten und die Hochschule oder den Traumberuf ansteuern – oder erstmal eine Auszeit nehmen. Zu Flügeln gehören in Jörgs Augen aber auch die Wurzeln, die die jungen Leute mit ihrer Heimat verbinden. „Bleiben Sie mit dem Herzen hier.“ Im Übrigen gelte: „Fliegen Sie niemals zu hoch, aber fliegen Sie.“

Nicht nur die besten Schüler erhielten an diesem Abend eine Belohnung. Ein Preis ging auch an einen Lehrer, nämlich der vom Elternbeirat ins Leben gerufene Ex-Norm-Award. Er wird für Leistungen verliehen, die über das Normalmaß der schulischen Pflichten hinausgehen. Heuer ging die Auszeichnung an Christoph Vogel, der – so Elternbeiratsvorsitzender Bernd Schwarz – mit „außergewöhnlichem Engagement“ eine Partnerschaft mit einer Schule in der Slowakischen Republik ins Leben gerufen hat. Inzwischen wird diese Kooperation von einem 20-köpfigen Team weiter vertieft. Mehr als 100 FOS- und BOS-Schüler haben sich in den vergangenen vier Jahren an dem Austauschprogramm beteiligt, das Gymnasium im ostslowakischen Presov besucht, das Land und seine Kultur kennengelernt.

Christoph Vogel und sein Team freuten sich über den Preis und stifteten die damit verbundene Geldsumme für einen Spendentag zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Das letzte Wort unter den Rednern des Abends hatte Schülersprecher Vincent Kößlinger. Er gab seinen ehemaligen Schulkameraden einen Rat von Konfuzius mit auf den Weg: „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“

Ulrike Osman

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