Das Gute bleibt in Erinnerung

Freie Waldorfschule Landsberg: 18 Abiturienten feiern ihren Abschluss

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In diesem Jahr waren die drei besten Absolventen der Landsberger Waldorfschule (von links) Agnes Kuhn (2,1), Tillmann Seiffert (2,0) und Jana Campo (1,7).

Landsberg – Am vergangenen Freitag ist auch an der Waldorfschule das bestandene Abitur feierlich begangen worden. Die 18 Absolventen bekamen ihre Hochschulreife mit interessanten Erkenntnissen über die Halbwertzeit von Strapazen, kritischen und humorvollen Worten über den wahren Wert von Bildung und einem berührenden musikalischen Rückblick verliehen.

„Wie lang erinnert man sich wohl an die scheußliche Seite eines Abschussjahres?“ Mit dieser Frage begann Dr. Susanne Maier, Klassenbetreuerin der diesjährigen Abiturklasse, ihren Rückblick auf die gemeinsame Arbeit. Beruhigend stellte sie fest: „Mit etwas Abstand blickt der Mensch zwar durchaus auch auf die empfundenen Spitzen einer herausfordernden Zeit zurück, vor allem aber das Endergebnis bleibt langfristig in Erinnerung.“ Sie entließ ihre Schüler, deren Weg sie bereits seit der 9. Klassenstufe begleitet hat, mit dem Wunsch jedem einzelnen von ihnen möge diese Welt etwas Wunderbares bereithalten, das sich als erinnerungswürdig erweist.

Mit einem kritischen Blick auf die Wertigkeit des erworbenen Abschlusses vor dem Hintergrund der Notwendigkeit sich als Mensch in einer zunehmend durch Roboter gesteuerten Arbeitswelt abzugrenzen, würdigte die Sprecherin für die Eltern, Friederike Seiffert, die Leistungen nicht nur des vergangenen Schuljahrs. Sie wünschte den Abiturientinnen und Abiturienten und der gesamten Schulfamilie der Waldorfschule das Selbstbewusstsein mit Stolz auf die durch das Angebot der Waldorfschule erworbenen Bildungsinhalte zu blicken und diese in die Welt hinaus zu tragen.

Sebastian Lang und Tillmann Seiffert, Sprecher der 13. Klasse, gaben einen humorvollen Einblick in die Schülerwahrnehmung des vergangenen Jahrs. So habe zum Beispiel die „Zettelwirtschaft“ irgendwann so überhandgenommen, dass sämtliche Ordnungs- und Strukturierungssysteme versagt hätten.

Angesichts der derzeitigen Klimadiskussion wünschten sie sich zudem einen nachhaltigeren Umgang mit Papier. Nachhaltig beeindruckt seien die Schüler aber auch von der Aufopferung ihrer Lehrer und Eltern, auf deren Unterstützung sie im Prüfungsjahr immer zählen konnten. Hervorgehoben haben die Sprecher dabei besonders das Frühstück an den jeweiligen Prüfungstagen, das denen des Geburtstages ähnelte, dass Sebastian Lang das Gefühl bekam, in den vergangenen drei Monaten acht Mal Geburtstag gehabt zu haben. Ihren Dank brachten die Schülerinnen und Schüler mit einem tosenden Applaus und liebevoll ausgesuchten Geschenken für jeden Fach- und Klassenlehrer zum Ausdruck.

Den gelungenen Abschluss der Feierlichkeiten gestaltete der Oberstufenchor der Schule, der nach der Zeugnisübergabe mit einem Medley der gesungenen Titel seit der 9. Klasse aufwartete. Besondere Rührung riefen hierbei die feierlichen Stücke der Weihnachtskonzerte, aber auch der Titel „What a Wonderful World“ von Louis Armstrong bei den Absolventen hervor.

Nadin Skacha

Die Abiturienten: 

Damm Paula, Kuhn Agnes, Hauser Selma, Grahn Matthias, Steiner Simeon, Finsterer Sophia, Matthes Nike, Gnettner Alin, Krach Julia, Campo Jana, Nimmerfroh Benedikt, Lang Sebastian, Seiffert Tillmann, Sponfeldner Sabrina, Gerum Jonathan, Krüger Marlen, Cimpeanu Teodor, Metzner Hannah.

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