Bauausschuss genehmigt Abweichungen vom Bebauungsplan

Grünes Licht für den Bau des BRK-Sozialzentrums

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Marianne Asam (BRK Soziale Dienste), stellvertretender Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Landsberg Michael Vivell, Architekt Christian Metzger und Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner freuen sich über die Zustimmung vom Bauausschuss.

Landsberg – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) plant in der Ehrenpreisstraße im Baugebiet Obere Wiesen den Neubau eines Sozialzentrums mit Räumen für eine Tagespflege und ambulante Pflege sowie für die Landsberger Tafel. Außerdem sollen Büros und Personalwohnungen errichtet werden. Der Bauausschuss gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für einige Abweichungen vom Bebauungsplan, die für das Projekt notwendig sind.

Geplant sind fünf unterschiedlich hohe Gebäude, die im ersten Stock miteinander verbunden werden. Im Erdgeschoss soll eine überbaute Garage entstehen. Dafür gab es Lob von Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte), der damit rechnet, dass durch den Verzicht auf eine teure Tiefgarage das Wohnen bezahlbarer wird.

Die Fraktionen zeigten sich durch die Bank angetan von dem Projekt. OB Mathias Neuner (CSU) kritisierte lediglich, dass eines der Gebäude vier Stockwerke erhalten und damit über zwölf Meter hoch werden soll. Die im Bebauungsplan festgelegte Wandhöhe wird um mehr als drei Meter überschritten. „Ein Stockwerk weniger wäre besser“, fand Neuner.

Ähnlich sahen es Schulmeister und Reinhard Skobrinsky (BAL), der dem hohen Gebäude im Vergleich zur Umgebungsbebauung einen „fremden Charakter“ bescheinigte. Die anderen Fraktionen erklärten, kein Problem mit der Höhe zu haben. Wolfgang Neumeier (UBV) hielt es sogar für möglich, dass das hohe Gebäude die umliegende Wohnbebauung vom Lärm des benachbarten Technischen Hilfswerks abschirmen könnte. Der Verzicht auf ein Stockwerk würde laut BRK-Geschäftsführer Andreas Lehner auch bedeuten, dass statt 18 nur 15 Wohnungen gebaut würden.

Der OB äußerte außerdem Bedenken wegen einer geplanten zusätzlichen Grundstückszufahrt im Nordwesten. An dieser Stelle habe es bereits in der Vergangenheit Ärger mit den Nachbarn gegeben. Moritz Hartmann (Grüne) wünschte sich für die Dächer eine Begrünung beziehungsweise eine Nutzung durch PV-Anlagen.

Schließlich erhielt die Planung in allen Punkten grünes Licht. Eine Überschreitung der Baugrenzen und das Fällen einiger Bäume wurden einstimmig befürwortet, die Überschreitung der Wandhöhe und die Errichtung der zusätzlichen Zufahrt erhielten jeweils große Mehrheiten von 9:3 und 10:2.

Ulrike Osman

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