Achtmal Bürger-Ideen für Utting

Gut und gerne 130 Bürger aus Utting und Holzhausen haben am Samstag einen Tag ihres Wochenendes investiert, um bei einer „Bürgerwerkstatt“ in der Verwaltungsschule Holzhausen Grundlagen für die Ortsentwicklung zu erarbeiten. Eingeladen hatte die Gemeindeverwaltung. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Planungsverband München.

Nachdem das Prozedere zur Erstellung eines Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan von Vertretern des Planungsverbands München erläutert und Schwerpunkte für Utting erarbeitet worden waren, beschäftigten sich die Bürger in acht Arbeitskreisen mit einem Schwerpunktthema. Sie arbeiteten dabei Stärken und Schwächen der Ist-Situation heraus und formulierten Verbesserungsvorschläge zu formulieren. Zugeparkte Straßen Dem Arbeitskreis „Holzhausen“ lag viel daran, den Charakter des Dorfes zu erhalten. Ein Problem seien die vielen Veranstaltungen an den Wochenenden, der damit verbundene Lärm und die zugeparkten Straßen. Ein weiteres Hotel, so der Appell mit Blick auf Dießens Pläne am Triebhof, sei in unmittelbarer Nachbarschaft nicht mehr zu verkraften. „Holzhausen ist mehr als ein Trenngrün in der nach beiden Richtungen zunehmenden Verdichtung entlang des Sees. Holzhausen ist ein wunderbares Kleinklima, von dem viele profitieren“, betonte Seebühnenregisseur und Urgestein aus Holzhausen, Florian Münzer. Dass Utting von einer Schlafstadt weit entfernt sei, zeige allein die Präsenz der Bürger bei der heutigen Veranstaltung, betonte der Arbeitskreis „Ortsentwicklung“, dennoch wurden leer stehende Gebäude und Läden in der Bahnhofsstraße als Alarmsignal gewertet. Alfred Sunder-Plassmann erklärte, dass die Lebensadern entlang des Mühlbaches sowie von der Schule über die Ortsmitte bis hin zum See durchgängig und attraktiver gestaltet werden müssten. Auch über eine Beruhigung der Staatsstraße müsse nachgedacht werden. Eine sinnvolle Flächenbevorratung verlangte der Arbeitskreis „Gewerbe und Wirtschaft“. Die weitere Ausweisung von Gewerbefläche sei östlich der Staatsstraße zwischen Ortseingang und Abbiegung zum Naherholungsgebiet denkbar. Allerdings, so Gruppensprecher Detlef Däke, sei Utting aufgrund der Topographie und der reizvollen Landschaft für flächenintensives Gewerbe nicht prädestiniert. Mehr Rücksicht in den Ortsstraßen und Verzicht aufs Auto forderte der Arbeitskreis „Verkehr“ im Hinblick darauf, dass in Utting rund 70 Prozent des Verkehrs hausgemacht sind. An der Planung für eine Umgehungsstraße wollte man nicht festhalten. Naturerlebnisse Für einen „Erlebnisweg“ durch die Uttinger Flur sprach sich der Arbeitskreis „Natur und Landschaft“ aus. Diesbezüglich so Johann Reinhart bemühe sich die ländliche Teilnehmergemeinschaft um einen Leader-Zuschuss. Außerdem plane die Teilnehmergemeinschaft den Ankauf eines privaten Biotops. Elisabeth Bader betonte für den Arbeitskreis „Mobilfunk“, wie wichtig es für die Gesundheit der Bürger sei, auf die Versetzung der innerörtlichen Mobilfunkantennen an den dafür ausgewiesenen Standort beim Sportgelände hinzuwirken. Das Protokoll zur Bürgerwerkstatt, so Moderatorin Dana Gerber, ist demnächst auf der Seite www.utting.de zu finden. Bürgermeister Josef Lutzenberger betonte, nun sei es Zeit den Flächennutzungsplan auf den Weg zu bringen.

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