Mit dem Aderlass Gutes tun

Landrat Walter Eichner, Rita Hoffmann, stellvertretende Geschäftsführerin des BRK-Kreisverbandes Landsberg, BRK-Vizepräsident Dr. Paul Wengert und BSD-Geschäftsführer Dr. Franz Weinauer (hinten von links) ehrten verdiente Blutspender aus dem Landkreis. Foto: kb

Eine besondere Ehre ist vergangenen Woche insgesamt 150 Blutspendern aus 14 oberbayerischen und schwäbischen Landkreisen in Kaufering zuteil geworden: Für 75-, 100-, 125-, 150 und 175-maliges Blutspenden wurden sie mit der Ehrenplakette des Blutspendedienstes (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes ausgezeichnet. Unter ihnen auch zwölf Spender aus dem Landkreis Landsberg mit Arthur Hildebrand an der Spitze: Er gab zum Wohl der Allgemeinheit bereits 100 Mal Blut ab.

„Ich-Bezogenheit ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, doch es gibt auch Gegenbeispiele“, sagte der Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Dr. Paul Wengert, und verweist stolz auf die „größte Bürgerinitiative Bayerns“: Rund 260000 Menschen spenden jedes Jahr freiwillig und unentgeltlich Blut beim BSD, manche sogar mehrfach. Diesen treuen Spendern dankte nicht nur der BRK-Vizepräsident, sondern auch BSD-Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor, Dr. Franz Weinauer: „Sie wollen mit ihrer Spende, Menschen helfen, die auf diese lebenswichtige Blutspende angewiesen sind.“ Über 18 Millionen Blutspenden habe der BSD in bald 60 Jahren gesammelt, im vergangenen Jahr waren es rund 500000. „Eine Erfolgsgeschichte, an der die Spender maßgeblichen Anteil haben“. Beteiligt daran sind auch die BRK-Helfer: Rund 18000 Ehrenamtliche unterstützen in ihrer Freizeit tatkräftig die Blutspen­determine. "Edel und gut" Die Bedeutung des Ehrenamts honorierten auch die Verantwortlichen der Politik. Landrat Walter Eichner, selbst aktiver und Blutspender, zählte auch zu den Gästen der Ehrung in Kaufering. „Wir in den südlichen Regionen Deutschlands können auf eine hohe Anzahl im Ehrenamt Tätiger zählen.“ Die BRK-Kreisverbände seien verlässliche Partner bei der Versorgung der Blutspender und unterstützen den Dienst am Nächsten. Diese Aussage unterstrich auch Kauferings Vize-Bürgermeister Norbert Sepp. Er lobte das vorbildliche Engagement der langjäh­rigen Blutspender und ehrenamtlichen Helfer: „Anderen Menschen in einer Notlage beizustehen ist edel und gut.“ Der Blutspendedienst des BRK deckt rund 80 Prozent des Bedarfs der Kliniken und Praxen in Bayern ab. „Daran haben die treuen Spender den größten Anteil“, Landrat Eichner. „Blutspenden ist keine Selbstverständlichkeit.“ „Dass in Bayern ausreichend Blutkonserven vorhanden sind, um Unfallopfer oder Leukämiekranken zu helfen, dazu tragen die freiwilligen Blutspender des BSD maßgeblich bei“, sagte BRK-Vizepräsident Wengert. „Sie beschränken sich nicht nur auf gute Ratschläge, sondern werden selbst aktiv.“ Ausgezeichnet Damit sprach Wengert folgende Personen aus dem Landkreis Landsberg an: Arthur Hildebrand aus Kaufering für 100-maliges Blutspenden sowie Johann Sandmeir (Egling an der Paar), August Langgeler (Fuchstal), Peter Stangl, Albert und Joachim Vögele (alle drei Hurlach), Werner Hoffmann (Kaufering), Josef Gröbmüller (Pürgen), Peter Harrer und Herbert Jänsch (beide Reichling), Rolf Ranzinger (Scheuring) und Johann Hübner (Thaining) für 75-maliges Blutspenden.

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