Jetzt droht der Abriss

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Soll abgerissen werden: Das Vereinsheim der Seglergemeinschaft Augsburg (SGA).

Dießen – Einstimmig abgelehnt wurde in der jüngsten Sitzung ein nachträglich eingereichter Bauantrag der Seglergemeinschaft Augsburg (SGA) zur Errichtung einer Außentreppe nördlich des Vereinsheims auf dem Grundstück des Augsburger Stiftungsfonds in St. Alban. Das Vorhaben widerspreche den Darstellungen des Flächennutzungsplans, hieß es in der Begründung. Wie bereits berichtet, möchte die Gemeinde das Grundstück in Zukunft als öffentliche Grünfläche mit Seezugang nutzen. Zu diesem Zweck soll das Vereinsheim der Seglergemeinschaft abgebrochen werden.

Allerdings besteht zwischen der Stadt Augsburg und der SGA ein bis 2050 laufender Erbbaurechtsvertrag, wobei sich die Gemeinde bereits in Aussicht stellte, für diesen Zeitraum einer Duldung zuzustimmen, um dem Verein eine angemessene Übergangsfrist zu gewähren, bis ein Ersatzstandort gefunden sei. Wie aus Unterlagen der Gemeinde hervorgeht, wurde das heutige Vereinsheim im Jahr 1953 als Imbisshalle genehmigt. 

Eine Nutzungsänderung als Vereinsgebäude ist nach Auskunft des Bauamtes bis heute nicht erfolgt. In der Baugenehmigung aus dem Jahr 1953 ist keine Außentreppe dargestellt. Die Treppe muss also zu einem späteren Zeitpunkt ohne Genehmigung errichtet worden sein. Bereits bei einer Baukontrolle durch das Landratsamt im April 2013 wurde festgestellt, dass an der Südseite des Gebäudes die Außenwand freigelegt und wegen eindringender Feuchtigkeit neu abgedichtet wurde. Außerdem wurden auf der Südseite L-Steine gesetzt und mit Rollkies hinterfüllt sowie der bestehende Pflasterbelag durch Rassengittersteine ersetzt. 

Im März 2014 forderte die gemeindliche Anwaltskanzlei das Landratsamt auf, bezüglich der unerlaubt abgestellten Wohnwägen im Umfeld des Vereinsheims einzuschreiten. Unter anderem wurde auch die Beseitigung von nicht genehmigten baulichen Veränderungen auf dem Grundstück der Seglergemeinschaft gefordert. Im Oktober 2014 teilte das Landratsamt Landsberg der Stadt Augsburg daraufhin mit, dass die Nutzung des Geländes durch das Abstellen von Wohnwagen, Kraftfahrzeugen, Booten und Bootsanhängern ohne die erforderliche Genehmigung erfolgt und somit rechtswidrig sei. 

Die Stadt wurde aufgefordert, dafür zu sorgen, dass eine entsprechende Nutzung ab sofort unterbleibt und vorhandene Wohnwagen, Boote und dergleichen spätestens bis Ende 2014 entfernt werden – bislang allerdings ohne Erfolg.

Ursula Nagl

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