Afrikaner ist Meister

Im Boule-Pétanque-Sport wird Landsberg immer mehr zum Anziehungspunkt von Sportlern aus Oberbayern und Schwaben. Bei der 7. Stadtmeisterschaft kämpften allein 38 Spieler aus sieben Vereinen um den begehrten Pokal von Oberbürgermeister Ingo Lehmann. Nach fast achtstündigen Wettkämpfen stand der Sieger fest: Kader Schätzlein von der Elfenbeinküste, der für den BC Kochel gekommen war, ist Boule-Stadtmeister 2009.

Der Vorsitzende des gastgebenden Vereins BouleOver Landsberg Peter Heckel begrüßte neben den Landsberger Sportlern Gäste der Nachbarvereine Eching, Schwabmünchen, Germering, Weilheim, Kaufbeuren und Kochel, die bei strahlendem Kaiserwetter auf dem städtischen Bouleplatz an der Lechstraße um den Pokal der Stadt Landsberg stritten. Am Vormittag galt es für die Spieler, sich in vier Runden mit einem ausgelosten Partner im Doublette Supermêlée für das Viertel- und Semifinale sowie das Endspiel am Nachmittag zu qualifizieren. Téte-â-Téte in der Endrunde Schon bald zeichnete sich ab, dass die Gastspieler der Nachbarvereine an diesem Tag die besseren Karten hatten. So gelang es nach sechsstündigen Vorkämpfen nur drei Mitgliedern von BouleOver Landsberg in die Endrunde am Nachmittag vorzustoßen: Jugendbetreuerin Katja Reichardt, Trainer Christian Fournier und dem Stadtmeister 2007, Michael Schmitt. In den Endrunden wechselte der Spielmodus: Es wurde Téte-â-Téte gespielt, also Einzelwettkämpfe im k.o.-System. Während Reichardt im Viertelfinale gegen Andrea Schmid aus Eching mit 9:13 den Kürzeren zog, unterlag Fournier seinem Gegner Kader Schätzlein nur knapp mit 11:13. Für Michael Schmitt bedeutete der 13:10-Sieg über Wolfgang Hofmann aus Kaufbeuren den Einzug ins Semifinale. Hier unterlag der Landsberger allerdings mit 3:13 dem späteren Stadtmeister Kader Schätzlein. Dieser brachte seine Kugeln sicher an die Cochonnet genannte Zielkugel und schoss Schmitts gut platzierte Kugeln unter viel Beifall treffsicher weg. Ebenfalls mit 3:13 unterlag Andrea Schmid dem Schwabmünchner Heinz Reiser, der vor allem durch seine Legetechnik der Echingerin keine Chance ließ. Begeisterte Beobachterin des Endspiels war die Sportreferentin des Landsberger Stadtrats Ursula Schaller. Sie erlebte ein äußerst spannendes Finale, bei dem Kader Schätzlein seine 3:0-Führung gegen Heinz Reiser bei 3:3 wegen taktischer Fehler schnell auf 3:6 einbüßte. Der Grund: Statt gut gelegte Kugeln von Reiser wegzuschießen, versuchte er noch besser ans Cochonnet zu legen, was ihm ab zu diesem Zeitpunkt misslang. In dieser kritischen Situation kam ihm Reiser durch einige ungenau gelegte Kugeln zu Hilfe, die Schätzlein mit seiner schon im Semifinale beeindruckenden Legetechnik konzentriert konterte. So gelangte Schätzlein über das 6:6 schnell zu 9:6. Wer jetzt wie am Anfang des Spiels auf die Gegenoffensive von Reiser hoffte, wurde enttäuscht. Der Schwabmünchner wirkte nach super gelegten Kugeln seines Gegners plötzlich unsicher, legte ungenau und traf die von Schätzlein in Folge präzise vorgelegten Kugeln nicht. So sicherte sich Schätzlein nach 11:6 mit 13:6 Sieg und Titel des Landsberger Stadtmeisters 2009. Überglücklich umarmte Schätzlein sogleich Sportreferentin Ursula Schaller, die ihm den von OB Lehmann gestifteten großen Pokal der Stadt Landsberg überreichte. Und der stolze Afrikaner von der Elfenbeinküste ließ es gleich alle wissen: „Zu den Internationalen Landsberger Bouletagen am 6. und 7. Juni werde ich wieder kommen.“ BouleOver Landsberg ist besonders stolz auf das zweitägige Turnier im Doublette und Triplette Supermêlée, zu dem wieder Spitzen- spieler aus ganz Bayern und den Nachbarländern erwartet werden. Der Grund:Das zweitägige Turnier ist vom Bayerischen Pétanque Verband als Landes-Ranglistenturnier ausgeschrieben, zu dem nur Lizenzspieler zugelassen sind.

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