Akkurate Detailarbeit

Begutachteten gemeinsam das neue Holzmodell der Landsberger Altstadt: Architekt Randolf Pirkmayer, Stadtbaumeisterin Annegret Michler und OB Ingo Lehmann. Foto: Peters

Es ist schon eine Weile her, dass die Landsberger Stadträte Regensburg einen Besuch abstatteten. Bei der Exkursion im Jahr 2004 blieb vor allem eines in den Köpfen der Stadtoberen hängen: Das exakte Holzmodell, welches die dortigen Kollegen von ihrer Stadt hatten anfertigen lassen. Jetzt, sechs Jahre später, verfügt auch die Lechstadt über ihr eigenes hölzernes Abbild. Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Stadtbaumeisterin Annegret Michler stellten es in der vergangenen Woche der Öffentlichkeit vor.

Drei Jahre hat der Fuchstaler Architekt und Modellbauer Randolf Pirkmayer für den Bau der Miniaturausgabe der Landsberger Altstadt gebraucht. Rund 1200 Arbeitsstunden und 1,2 Millionen Quadratzentimeter Birkensperrholz stecken in dem Modell, das aus 1200 einzelnen Häuserteilen besteht und neben den Bauten auch detailgetreu den 60 Meter großen Höhenunterschied der Altstadt wiedergibt. Alles wirke dadurch sehr plastisch, freute sich Lehmann über die authentische Umsetzung. Der Clou: Das Gebilde im Maßstab 1:500 lässt sich zudem zu Transportzwecken in zwölf Teile zerlegen. So könne man es beispielsweise problemlos in Stadtratssitzungen mitnehmen, um bauliche Projekte zu veranschaulichen, erklärte Michler: „Ein echtes Modell ist immer noch etwas anderes als eine Computersimulation.“ Den Großteil der Zeit wird das 35000 Euro teure Modell aber im Foyer im ersten Stock des Rathauses stehen – verschlossen hinter dickem Glas, um die kleinen, filigran gearbeiteten Häuser vor allzu eifrigen Souvenirjägern zu bewahren, wie Leh­- mann schmunzelnd begrün­- dete. Erweiterung geplant Pirkmayer befasst sich derweil schon mit der Erweiterung. Sollten die finanziellen Mittel genehmigt werden, werde der Architekt im nächsten Jahr mit dem Nachbau des Lechwehrs und des Jesuitengartens beginnen, kündigte Michler an – zwei markante Bereiche, die derzeit noch fehlen. Zudem soll das Modell künftig an aktuelle Entwicklungen im Städtebau angepasst werden. Was den Hauptplatzumbau betrifft, hat sich Pirkmayer daher, so scheint es, wohlweislich alle Optionen offen gehalten: Der Straßenverlauf fehlt.

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