Alessia Hansen aus Geltendorf:

Mit Perfektion zum Photo Award

Alessia Hansen - Geltendorf
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Technisch perfekt und das Ich sehr gut visualisiert. Mit diesem Selbstporträt landete Alessia Hansen beim Young Photo Award des Bundes professioneller Porträtfotografen auf Platz 5.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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Geltendorf – Mit einem unglaublich anmutigen, ästhetischen und kreativen Aktfoto ist einer jungen Geltendorfer Fotografin ein Riesenerfolg gelungen. Alessia Hansen erreichte mit ihrem Selbstporträt den 5. Platz beim Young Photo Award des Bundes professioneller Porträtfotografen (bpp). Eine internationale Jury äußerte sich begeistert über die Qualität und den künstlerischen Anspruch des Bildes.

607 Beiträge wurden für den Wettbewerb eingereicht, der erstmals unter der Schirmherrschaft des amerikanischen Starfotografen Vincent Peters stand. Wie hat es sich angefühlt, da unter die ersten Fünf zu kommen? „Ich war superüberwältigt“, sagt Alessia Hansen. „Zumal ich die Nachricht auch noch am Geburtstag meines Freundes bekommen habe.“

Mit ihren 22 Jahren ist die Geltendorferin bereits Profi-Fotografin und gut im Geschäft. Nach ihrer Ausbildung in einem kleinen Münchener Porträt­studio machte sie sich direkt selbstständig. Das passierte einfach so – durch Mundpropaganda hatte sich bereits herumgesprochen, dass sie eine gute Adresse für professionelle Fotos ist. Bis dahin hatte Hansen neben ihrer Ausbildung am Wochenende Aufträge übernommen. Plötzlich meldeten sich Freunde von Freunden von Freunden ihrer Kunden und wollten sie ebenfalls engagieren. Dass sie so mühelos in die Selbstständigkeit hineinrutschen würde, damit hatte Alessia Hansen selbst nicht gerechnet.

Alessia Hansen: „Fotografieren fühlt sich nicht wie Arbeit an.“

Mit ihrem Ausbildungsplatz war es ähnlich gegangen. Lehrstellen für angehende Foto­grafen sind rar und heiß umkämpft, doch die Geltendorferin brauchte nicht zu suchen. Weil ihr schon mit 14 klar war, dass sie Fotografin werden wollte, hatte sie jahrelang ein Praktikum nach dem anderen in ihrem Traumberuf gemacht – immer in den Schulferien. So fand sich nach dem Abitur die passende Lehrstelle quasi von selbst. Inzwischen besucht sie neben ihrer Arbeit die Meisterschule.

Alessia Hansen fotografiert am liebsten Menschen. Sie verewigt Hochzeiten, macht Shootings mit Paaren, Familien, werdenden oder frisch gebackenen Eltern. Ihr Ziel ist es, die schönen Momente festzuhalten, die noch lange nachwirken, wenn der große Tag längst vorbei ist. „Immer wenn es besonders emotional wird, drücke ich auf den Auslöser“, sagt die 22-Jährige. „In meinen Bildern möchte ich Emotionen einfangen, die den Moment wiederaufleben lassen.“

Sie liebt an ihrer Arbeit vor allem die vielen zwischenmenschlichen Begegnungen – und die Tatsache, „dass man Menschen in so kurzer Zeit so nah kennenlernt und sehr schnell ein sehr inniges Verhältnis hat“. Aus demselben Grund wird Produktfoto­grafie wahrscheinlich nie in ihrem Portfolio auftauchen. Die findet die Hobby-Reiterin und frisch gebackene Hundebesitzerin einfach „sehr langweilig“.

Perfektes Bild

Der Erfolg beim erstmals ausgeschriebenen Young Photo Award des bpp wirkt in dieser noch jungen und schon so vielversprechenden Karriere wie ein logischer nächster Schritt. Das Bild, das Alessia Hansen zum Thema Selbstporträt einreichte, ist weit weg von allem, was man sich herkömmlicher Weise unter dem Begriff vorstellt. Es zeigt die junge Frau nackt, in embryonaler Haltung auf den Fußspitzen stehend. Die geschickte Kombi­nation von Halbdunkel und Licht schaffen eine eigentümliche, fast intime Atmosphäre. „Ein technisch perfektes Bild, das die Fragilität des eigenen Ichs sehr gut visualisiert“, lobte die Jury. Sachpreise im Wert von 750 Euro waren der Lohn für die gute Platzierung.

Alessia Hansen bereitet sich unterdessen auf ihre Meisterprüfung vor arbeitet weiter in ihrem Traumberuf, von dem sie sagt: „Es fühlt sich nicht an wie Arbeit.“

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