Für die Kleinsten das Beste

Was sich auf der Kinderstation im Klinikum Landsberg alles ändert

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Chefarzt Dr. Alexander Schnelke (2. von links) ist seit Beginn des Jahres am Landsberger Klinikum. Er hat viele neue Ideen und Änderungen für die Kinderstation im Kopf.

Landkreis – Für die kleinen Patienten passiert am Klinikum Landsberg jetzt einiges: Seit Beginn des Jahres ist der Bereich der Kinder- und Jugendmedizin ganz neu aufgestellt. Dr. Alexander Schnelke hat die Stelle des Chefarztes angetreten. Ihm zur Seite stehen Dr. Attila Zoltán Kádár und seit dem 1. April zusätzlich Dr. Michael Steidl als Kinderarzt und erfahrener Neonatologe. Der KREISBOTE stellt den neuen Chefarzt und seine Visionen vor, die er im Klinikum umsetzen will.

Sie haben einige Änderungswünsche für die Kinder- und Jugendmedizin in Landsberg mitgebracht. Welche Neuerung ist Ihnen die Wichtigste?

Schnelke: „Ich möchte gerne den perinatalen Schwerpunkt, den das Klinikum seit 2017 genehmigt bekommen hat, mit Leben füllen. Das bedeutet, dass in Landsberg in Zukunft Schwangere ab der 32. Schwangerschaftswoche betreut und entbunden werden können, ohne dass die Kinder danach in andere Häuser verlegt werden müssen.“

Wie wollen Sie das konkret umsetzen?

Schnelke: „Dazu sind große Anstrengungen nötig. Die technische Ausstattung muss für die kleinsten Neugeborenen erweitert werden. Wir brauchen eine Monitoranlage zur Überwachung von Herzfrequenz und Sauerstoffgehalt im Blut. Im Moment holen wir Angebote ein, danach werden wir Geräte ausprobieren. Im Sommer, so die Hoffnung, kann es dann richtig losgehen.“

Was zeichnet das Landsberger Klinikum und speziell die Kinderstation besonders aus?

Schnelke: „Die Station ist freundlich und kindgerecht gestaltet. Die hellen Holzmöbel schaffen eine warme Atmosphäre. Alle Zimmer haben Zugang zu einem Südbalkon, der bei Bedarf auch beschattet werden kann. Ich bin hier auf ein sehr liebevolles und motiviertes Team gestoßen. Alle Ärzte und Schwestern gehen für meine Begriffe sehr gut auf die kleinen Patienten und ihre Eltern ein. Dadurch, dass die Station nicht groß ist, hat alles einen familiären Charakter. Ein großer Vorteil ist auch, dass die geburtshilfliche Station und die Kinderstation gemeinsam auf einer Etage im ersten Stockwerk sind – das bedeutet kurze Wege für alle.“

Was möchten sie den Eltern mit auf den Weg geben, wenn ihr Kind ins Krankenhaus muss?

Schnelke: „Das Krankenhaus ist nicht „böse“. Es gibt einfach Erkrankungen, die zu Hause oder ambulant durch den Kinderarzt nicht mehr behandelt werden können. Hier helfen wir vor Ort mit Rat und Tat weiter. Wir bemühen uns, die Eltern so viel wie möglich in den Heilungsprozess und die Untersuchungen miteinzubeziehen. Wenn die Eltern uns vertrauen, dann vertraut auch der kleine Patient darauf, dass ihm hier schnell geholfen wird.“

Wie wird den Kindern die Angst genommen und wie werden sie vor Ort versorgt und betreut?

Schnelke: „Einerseits durch die kindgerechte Ausstattung, andererseits durch den liebevollen, warmherzigen Umgang mit den kleinen Patienten. Klar ist eine Blutentnahme nicht angenehm, aber selbst sehr kleinen Kindern kann man das erklären und sie zur Mitarbeit bewegen. Und danach gibt’s auch was aus der Trostkiste.“

Wie ist der Kontakt zwischen Klinikum und den Kinderärzten im Landkreis, den Schulen und Kindergärten?

Schnelke: „Wir stehen in engem Austausch mit den Kinderärzten. Mit manchen telefonieren wir mehrmals am Tag. Zu den Schulen werden wir demnächst in Kontakt treten. Auch mit den Kindergärten soll ein engerer Kontakt gepflegt werden. Zum Beispiel wollen wir verstärkt Vorschulgruppen zu Führungen durchs Krankenhaus und durch die Kinderstation einladen. Geplant ist demnächst auch ein großer Malwettbewerb, bei dem Kinder zwischen fünf und 15 Jahren mitmachen können. Thema: Kinder malen für die Kinderstation.“

Regina Miller

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