Servus und Goodbye

Alfred Geyer übergibt Zepter des Polizeichefs an Andreas Fichtl

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Polizeivizepräsident Roland Kerscher (Mitte) verabschiedete Alfred Geyer, hier mit seiner Frau Sibylle (links), in den Ruhestand und begrüßte Andreas Fichtl mit Frau Isabell und Tochter Paula in Landsberg.

Landsberg – Polizeioberrat und Dienstellenleiter der Polizeiinspektion Landsberg Alfred Geyer hat vergangenen Donnerstag seine Pensionsurkunde und jede Menge Geschenke bei seiner Verabschiedung überreicht bekommen. Für den Neuen, Polizeihauptkommissar Andreas Fichtl, gab es noch keine Geschenke zur Amtseinführung. „Der muss sich erst noch bewähren“, scherzt Polizeivizepräsident Roland Kerscher.

13 Jahre war Geyer der Leiter der Landsberger Polizei. In dieser Zeit war er für die Sicherheit von und 117.000 Menschen im Landkreis zuständig. Das Geyer seinen Job gut gemacht hat, belegte Kerscher mit Zahlen aus der Kriminalstatistik. „Die Zahl der Straftaten liegt unterhalb des bayerischen Durchschnitts.“ Im vergangenen Jahr sei außerdem ein Rückgang von 1,1 Prozent zu verbuchen. Im ersten Halbjahr 2018 sei ebenfalls die Zahl der Straftaten wieder leicht zurückgegangen. Für Geyer ist Sicherheit ein Stück Lebensqualität und er ist dankbar, dass „wir uns alle sicher fühlen können, in dieser lebens- und liebenswerten Stadt.“

Der 62-Jährige ist aber für noch mehr dankbar: „Danke an den da oben, dass ich gesund und fit in Pension gehen kann.“ Das sei nach 46 Dienstjahren und den vielen Erlebnissen nicht selbstverständlich. Auch Landrat Thomas Eichinger weiß, dass die Arbeit eines Polizeichefs nicht immer einfach ist. „Wenn man anderen immer auf die Finger schaut, und manchmal auch draufklopft, gehört man nicht immer zu den Geliebten.“ Man müsse auch mit dem Widerstand leben, der einem manchmal entgegen kommt. „Dafür braucht es eine gesettelte und gesicherte Persönlichkeit“, ist sich Eichinger sicher.

Ob der Neue im Chefsessel diese Qualität mitbringt? Die bisherige Vita liest sich jedenfalls nicht schlecht. Mit seinen 29 Jahren ist Fichtl zwar noch ein echter Jungspund, hat aber schon viel Erfahrung sammeln können. Der gebürtige Oberpfälzer, der einen Teil seiner Kindheit in Kaufering verbracht hat, machte 2009 seine Polizeiausbildung. Anschließend war er unter anderem Zugführer bei der Bereitschaftspolizei und im Koordinierungsstab für Asyl im bayerischen Innenministerium.

In Landsberg übernimmt der Familienvater nun für sechs Monate die Leitung der Dienststelle im Rahmen einer Führungsbewährung. Diese Pflichtübung muss er absolvieren, um in die 4. Qualifizierungsebene aufzusteigen und sich somit für die nächsthöhere Beamtenlaufbahn zu qualifizieren. Fichtl freut sich auf das nächste halbe Jahr, hat aber auch Respekt vor der Herausforderung.

Geyer macht sich indes keine Sorgen über Fichtls Arbeit. Der überlässt ihm „eine Dienstelle mit hochmotivierten Mitarbeitern“ und wünscht ihm das „Quäntchen Glück, dass jeder Tüchtige braucht“. 

Stephanie Novy

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