Mädchen-Realschule Dießen verabschiedet starken Jahrgang:

Geschlossen über die Ziellinie

+
Stachen aus dem Damen-Kollektiv an der Realschule in Dießen hervor (v. links): Die Jahrgangsbesten Ronja Freer (1,0), Theresa Gabler (1,17), Michaela Vogl (1,18) und Agnes Marstaller (1,17).

Dießen – „Wirklich alle haben bestanden“, freute sich Schulleiterin Theresa Wilhelm anlässlich der diesjährigen Abschlussfeier der Liebfrauenschule in Dießen – 30 Prozent davon sogar mit einer Eins vor dem Komma. Insgesamt 117 Schülerinnen nahmen das Mittlere-Reife-Zeugnis entgegen und ernteten für ihre Leistungen Applaus von der gesamten Schulgemeinschaft.

„Ihr haltet ein Abschlusszeugnis in den Händen, das hoch anerkannt ist draußen in der Berufs- und Bildungswelt. Euch stehen wirklich alle Türen offen“, sagte die Schulleiterin ihren Absolventinnen.

Die Klassenzimmer, in denen die Mädchen vor sechs Jahren gestartet waren, gibt es heute gar nicht mehr – sie mussten dem lichtdurchfluteten Erweiterungsbau weichen. Dass die Schulzeit an der Mädchenrealschule für die überwiegende Zahl der Absolventinnen eine gute gewesen sei, habe vor kurzem ein eigens entwickelter Fragebogen dokumentiert: „Ihr stellt uns ein gutes Zeugnis aus“, bedankte sich Wilhelm. Bemerkenswerte 25 Prozent der Schülerinnen waren mit ihrer Schulzeit „sehr zufrieden“, weitere 57 Prozent zumindest „meistens“.

Zum Abschied gab die Schulleiterin den Absolventinnen ein paar Tipps mit auf den Weg, nicht zuletzt mit Blick auf Handy und Internet: „Nicht das, was auf dem Bildschirm passiert und stattfindet, ist das Leben. Sondern das außerhalb davon.“ Deshalb: „Pflegt eure echten, persönlichen Beziehungen zu anderen Menschen, nicht über Facebook, sondern Face to Face.“

Und sollte die ein oder andere Absolventin Liebgewonnenes aus der Schule vermissen – zum Beispiel den freundlichen Blick im Sekretariat, die Schlange am Pausenverkauf oder die Aussicht aufs Marienmünster – dann sei es Zeit für einen Besuch, so ­Wilhelm.

Der scheidende Vorsitzende des Elternbeirats, Christof Gurland, genoss ein letztes Mal das Gefühl, Teil der Schulgemeinschaft zu sein. Die Liebfrauenschule, sagte er, sei ein gutes Sprungbrett ins Leben, der Zusammenhalt zwischen Schülerinnen, Eltern, Lehrern und Schulleitung beispielhaft. Einen einzigen Verbesserungsvorschlag für die Schule platzierte Schülersprecherin Lena ­Scheifele in ihrer ansonsten des Lobes vollen und fröhlichen Abschiedsansprache: Die Aufstellung eines Getränkeautomaten vor dem komfortablen neuen Lehrerzimmer – damit die Schülerinnen nach erfolgtem Anklopfen während der Wartezeiten vor der Tür nicht verdursten. Ihren Mitschülerinnen empfahl sie, nach den Worten von Steve Jobs: „Ihr müsst die eine Sache finden, die ihr liebt“. Und Blumen gab es schließlich für Schulleiterin Theresa Wilhelm, „die immer, wirklich immer, für alle da war“.

Geehrt wurden schließlich die jungen Damen mit dem besten Notenschnitt. Eine glatte Eins schaffte ­Ronja Freer (Grafrath). Ebenfalls zu den Besten zählen Theresa Gabler aus Inning sowie Agnes Marstaller (beide 1,17) aus Geltendorf. Gerade mal einen hundertstel Notenpunkt dahinter folgt Michaela Vogl (Rott).

una

Auch interessant

Meistgelesen

Finning in zwölf Bildern
Finning in zwölf Bildern
Fünf Top-Azubis mit "sehr gut"
Fünf Top-Azubis mit "sehr gut"
24 Ehrenamtliche für langjährige Verdienste ausgezeichnet
24 Ehrenamtliche für langjährige Verdienste ausgezeichnet
ADAC investiert in Landsberg
ADAC investiert in Landsberg

Kommentare