Das Maß aller Dinge

Das Neue Jahr hat für die Landsberger Basketballer so begonnen wie es aufgehört hatte – mit einem Sieg. Beim TuS Fürstenfeldbruck kam der Tabellenführer der 2. Regionalliga Süd am Samstagabend zu einem ungefährdeten 68:42-Erfolg.

Für die DJK war es ein besonderes Spiel, freilich nicht aufgrund der Tabellenlage, denn dort rangiert der Aufsteiger nur im unteren Mittelfeld, sondern weil auf der anderen Seite ein alter Bekannter an der Seitenlinie stand. Zwei Jahre hatte der Fürstenfeldbrucker Trainer Edo Vrkas einst in der 1. Regionalliga mit Akribie die Geschicke der Lechstädter gelenkt und die Mannschaft zu zwei der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte geführt. Und natürlich hatte sich der Taktiker einiges überlegt für das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Team, das derzeit mit nur einer Niederlage das Maß aller Dinge in der Liga ist. Vier Minuten lang sah es zu Beginn der Partie tatsächlich so aus, als könnte Vrkas Arsenal an Verteidigungsvarianten die DJK, die ohne den am Rücken verletzten Center Przemyslaw Migala und Headcoach Roman Gese angereist war, vor größere Probleme stellen. Denn schnell gingen die Fürstenfeldbrucker mit 11:4 in Führung, woraufhin Landsbergs Aushilfstrainer Eugene Hostetler sich genötigt sah, die erste Auszeit zu nehmen. Nach eindringlichen Worten des Amerikaners kehrten die Landsberger aufs Feld zurück und präsentierten sich nun wesentlich wacher, was sich auch auf der Anzeigetafel niederschlug. Bis zum Ende des Viertels hatten die Gäste den Rückstand in eine Zwei-Punkt-Führung verwandelt, dank deutlich verbesserter Verteidigung hielt die DJK die Gastgeber im zweiten Durchgang bei mageren acht Punkten, während es selbst in der Offensive nachlegte. Acht Zähler betrug der Vorsprung schließlich zur Halbzeit, nicht viel im Basketball, doch Vrkas dürfte bereits zu diesem Zeitpunkt gedämmert haben, dass sein Team an diesem Abend wohl keine Überraschung gelingen würde. Vor allem im Angriff erwiesen sich die Gastgeber als zu schwach, um die routinierten Landsberger in der zweiten Hälfte noch ernsthaft gefährden zu können. Angeführt von Xaver Egger, der am Ende mit 21 Punkten einmal mehr bester Scorer der Lechstädter werden sollte, schlossen die Gäste immer wieder schöne Spielzüge mit erfolgreichen Würfen ab. Dass nach fast vierwöchiger Spielpause allerdings auch bei den Gästen längst nicht alles klappte, zeigte die magere Punkteausbeute von insgesamt 68 Zählern. Man habe die Landsberger doch vor einige Probleme gestellt, stellte Vrkas angesichts des niedrigen Ergebnisses nach dem Spiel zufrieden fest. Weniger zufrieden konnte der Trainer allerdings mit der Offensivleistung der Seinen sein, die gerade einmal 42 Punkte zustande gebracht hatten. "Damit kann man kein Spiel gewinnen", musste Vrkas zugeben. Noch bleibt ihm ein bisschen Zeit bis sich beide Teams am letzten Spieltag der Saison wieder gegenüberstehen. Zuvor müssen die Landsberger noch ein paar schwere Spiele überstehen. Das nächste wartet bereits: Die DJK ist am Samstag beim Tabellenvierten Rosenheim zu Gast.

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