Aus aller Herren Länder – Über 40 Darstellungen der Geburt Jesu im Klosterladen St. Ottilien

Krippen aus aller Welt, nämlich aus genau den Ländern, in denen sich die Missionsbenediktiner niedergelassen haben, sind bis zum 1. Februar im Kloster St. Ottilien zu sehen. Über 40 Darstellungen der Geburt Jesu, aus einem weitaus größeren Bestand, hat Bruder Anselm wieder auf der Galerie im Klosterladen aufgebaut.

Angefangen, so erzählt der Mönch, habe alles 1982 mit einer Briefmarkenausstellung mit weihnachtlichen Motiven. Dazu würde auch eine Krippenausstellung passen, befanden die Mitbrüder. Nachdem dann einige Exponate zusammengetragen waren, war schnell der Wunsch da, dass man dies öfter machen könne. Außerdem wurde man in den Winkeln und Dachböden des Klosters fündig und be- förderte heimische wie auch exotische Exemplare aus der Versenkung. Schließlich kamen Freunde der Abtei und brachten teilweise sehr wertvolle Krippen als Geschenke mit. Eine der ältesten ist wohl die Krippe von Sebastian Osterrieder aus dem Jahr 1908. Eine große und darum sehr wertvolle Neapolitanische Krippe wurde den Mönchen von einer Gruppe aus Traunstein geschenkt. Eine andere, sehr auffällige Darstellung der weihnachtlichen Ereignisse ist eine Makonde-Schnitzerei aus schwarzem Ebenholz. Sie ist auch schon über 50 Jahre alt und stammt aus Tansania aus den Usambara-Bergen. Aus dem üblichen Rahmen fällt eine Nachbildung der Geburtsgrotte in Bethlehem. Ein besonders großes und schönes Exemplar einer Orientalischen Krippe ist sogar mit Brunnen und Wasserfall-Installation versehen. Bruder Rupert ist für deren Funktionieren verantwortlich und passt auch auf, dass das Wasser im Kreislauf bleibt. Aus Oberammergau und aus dem Fränkischen kommen die Krippen, aus Tirol, aus der Provence und Spanien oder aus Polen. Südafrika und Tansania sind vertreten sowie Schnitzereien aus anderen Regionen Afrikas. Eine Bambuskrippe aus Indonesien und Stall-Szenen aus Indien wurden in den Schaukästen aufgebaut. Der Südamerikanische Kontinent ist vertreten mit vielen farbenfrohen kleinen und ganz kleinen Exemplaren. Allein die viele Arbeit, die sich Bruder Anselm in jedem Jahr mit dem Aufbau macht, ist einer Anerkennung wert und sollte mit einem Besuch der Ausstellung belohnt werden. Die Krippenausstellung ist zu sehen während der Öffnungszeiten des Klosterladens St. Ottilien, Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, Samstag von 10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, Sonn- und Feiertage von 10.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr. An Weihnachten gelten gesonderte Öffnungszeiten.

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