"Alles Gute für die Suche!"

Nichts geht mehr im Moment auf dem Crossgelände des MSC Reichling. Foto: Lorenz

Die Diskussion um die Motocross-Strecke des MSC Reichling hat nun auch die Nachbarschaft auf den Plan gerufen. Sie empfindet es als „sehr angenehm“, dass jetzt mit dem „lauten Sport in unmittelbarer Ortsrandlage“ Schluss ist.

Die Betroffenen haben sich in einer Presseerklärung an den KREISBOTEN gewandt. Bei der Eröffnung der etwa 900 Meter entfernten Motocross-Strecke vor sieben Jahren sei die Rede von „gelegentlichen Übungsfahrten vereinseigener Mitglieder“ die Rede gewesen. Dieser Vorgabe folgend seien viele auswärtige Fahrer dem MSC Reichling beigetreten, um das vom Landratsamt lediglich geduldete Gelände nutzen zu können. Auf diese Weise seien die Bestimmungen hintergangen worden, heißt es in dem Papier der Anwohner. Wie im KREISBOTEN berichtet, hob die Immissionsschutzbehörde im Landsberger Landratsamt die Duldung der Motorsportanlage vor kurzem auf. Daraufhin beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Bebauungsplan „Sondergebiet Motorsportgelände“ aufzustellen. Und dafür muss der MSC ein Lärmschutzgutachten vorlegen. Die Kosten des Verfahrens gehen zu Lasten des Vereins. Während Landratsamt, Gemeinde und letztlich auch der MSC bemüht sind, das im Moment gesperrte Gelände „auf sichere Beine“ zu stellen, wünschen die Anlieger schon mal „alles Gute für die Suche nach einem neuen Platz“. Der jetzige Standort sei aus ihrer Sicht „unzumutbar“. Und „eher als Witz“ sehen sie die Bautafel fürs neue Wohngebiet an, auf dem mit „ruhiger Lage“ geworben werde. Schließlich sei auf der Strecke bislang „jeden zweiten Samstag von 9.30 bis 19 Uhr und auch noch Mittwochabends gefahren worden, was das Zeug hält“. Da bleibe vom ruhigen Landleben nicht viel übrig.

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