Alles, nur kein Luftschloss

Da musste der Bagger kurz ruhen: Kreisbaumeister Andreas Magotsch, Schulleiter Oswald Kurr, Architekt Reiner Klein, Rainer Gessler (Objektüberwachung), Johannes Steininger (Porjektsteuerung), Wolfgang Mayer (Landratsamt), Vize-Landrat Peter Ditsch und Wolfgang Wiedemann (stellvertretender Schulleiter) nahmen selbst den Spaten in die Hand. Foto: Peters

Wenn Landrat Walter Eichner über den Landkreis Landsberg spricht, gerät er schnell ins Schwärmen. Gern weist Eichner dann seine Zuhörer darauf hin, wie lebens- und liebenswert sein kleines Reich doch sei. Am Dienstag voriger Woche nutzte der Landrat nun den Spatenstich zum Erweiterungsbau der Beruflichen Schulen in der Spitalfeldstraße, um dem Landkreis eine weitere positive Eigenschaft zuzuschreiben: „schulfreundlich“.

Schon seit Anfang März rollen die Bagger über das westliche Schulgelände. Ein Teil des dort befindlichen Parkplatzes ist bereits abgetragen, als nächstes folgen die Außensportanlagen. Bereits im Juli 2012 soll das neue Gebäude nach nur siebzehnmonatiger Bauzeit stehen. Der „enge Zeitplan“ sei eine große Herausforderung, räumte Landrat Walter Eichner ein, doch sei er zuversichtlich, dass er eingehalten werden könne. Im Anbau entstehen zwölf neue Klassenzimmer sowie Fachräume für Chemie, Physik und Biologie samt Übungsräumen. Ein Lehrerbüro ist ebenfalls vorgesehen. Im Außenbereich sollen zudem neue Sport­flächen errichtet werden. 9,335 Millionen Euro hat der Kreistag für das Projekt bewilligt – eine große Summe, von der Eichner hofft, dass sie nicht ganz gebraucht wird. „Wir sind gewohnt, dass unsere Baubudgets unterschritten werden“, sagte er beim Spatenstich mahnend zu Architekt Reiner Klein, der gemeinsam mit Reinhard Sänger den Bau betreut. Für Schulleiter Oswald Kurr ist es bereits das zweite Mal binnen weniger Jahre, dass seine Schule zur Baustelle wird. Erst 2009 war ein erster Erweiterungsbau fertiggestellt worden, doch schon damals habe es sich abgezeichnet, sagte Kurr, dass dieser den zukünftigen Bedarf nicht alleine decken könne. „Wir hatten nie die Absicht, ein Luftschloss zu bauen“, rechtfertigte er die erneute Investition und sieht sich durch die Schülerzahlen bestätigt. So stieg die Zahl der Realschüler im Landkreis zwischen 2003 und 2011 von 2192 auf 2918. Die Zahl der Gymnasiasten nahm gar von 1924 auf 3003 zu. Derzeit besuchen 570 Schüler in 22 Klassen die Fachoberschule, 100 Schüler zählen die vier Klassen der Berufsoberschule. Auch für Eichner ist der Neubau unabdingbar. „Wir wollen den Jugendlichen die besten Möglichkeiten für ihre Zukunft bieten“, betonte er. „Mit der Erweiterung sind wir da auf dem richtigen Weg.“

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