Alles unter einem Dach

Lange schon habe er diesen Tag herbeigesehnt, erklärte Pfarrer Michael Vogg am Sonntag, bevor er dem neuen Verwaltungszentrum der Pfarreiengemeinschaft Lechrain den kirchlichen Segen gab. In einem feierlichen Festakt wurde die Einweihung der Verwaltungsräume in Reichling begangen.

Im neu gestalteten Garten vor dem umgebauten Pfarrhof hatten sich zahlreiche Gläubige versammelt, die den vom Reichlinger Kirchenchor umrahmten Festakt miterlebten. „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“ Diesen Satz wiederholte Pfarrer Vogg während der Feierlichkeiten mehrmals. Und nicht nur der Pfarrer sah die Renovierung und den Umbau des Reichlinger Pfarrhofs zum Verwaltungszentrum als gelungenes Projekt. Auch Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler nannte das Gebäude „eine Riesenbereicherung für unsere Pfarreiengemeinschaft Lechrain“. Sie sei sehr dankbar, dass der Pfarrhof jetzt wieder richtig mit Leben erfüllt sei. Reichlings Kirchenpfleger Leonhard Forschner, der die Aufsicht für die Umbauarbeiten übernommen hatte, unterstrich, dass durch die Unterbringung des Verwaltungszentrums im Reichlinger Pfarrhof nun der Fortbestand des Gebäudes gesichert und damit ein etwaiger Verkauf abgewendet werden konnte. Pfarrer Michael Vogg zeigte sich jedenfalls sehr froh darüber, „dass jetzt alles von einem Ort aus gemanagt wird“. Denn zuvor habe es ein ziemliches Durcheinander gegeben, da die Dinge meist nicht dort lagen, wo man sie gerade gebraucht habe, erzählte der Pfarrer. Schon seit 280 Jahren sei der Pfarrhof Bestandteil der Gemeinde Reichling und habe Generationen gedient, machte Architekt Herbert Pflanz deutlich. Mit der Renovierung sei das Ensemble von Kirche und Pfarrhof nun langfristig gesichert Kirchenpfleger Johann Meichelböck aus Rott erklärte, dass die Pfarreiengemeinschaft für die Büroausstattung und -einrichtung einen Zuschuss in Höhe von rund 50 Prozent erwarte. Die verbleibenden 15000 Euro würden im Verhältnis der Zahl der Gläubigen auf die einzelnen Pfarreien verteilt. Die Umbau- und Renovierungskosten des Gebäudes, die Leonhard Forschner auf rund 110000 Euro bezifferte, trägt die Pfarrei Reichling – abzüglich 80 Prozent Zuschuss. An den Festakt schloss sich ein Tag der offenen Tür an, den die Lechrainer nutzten, um die neuen Räume zu besichtigen.

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