Den alten Rivalen vom Eis geputzt

Siege gegen Rosenheim gehören immer zu den schönsten. So sehen es zumindest die EVL 2000-Fans. Am Freitag hatten sie wieder allen Grund zum Jubeln. In einem packenden Match schlugen ihre Lieblinge die Starbulls mit 5:3. Gestört wurde das Spektakel nur durch eine Keilerei zwischen den beiden Fangruppen vor der Eishalle.

Es war ein Sechs-Punkte-Spiel für den EVL. Mit einem Sieg konnten die Landsberger bis auf drei Punkte an Rosenheim heranrutschen. Das Team von Marian Hurtik begann dementsprechend aggressiv und mit viel Tempo auf das Gästetor. In der Anfangsphase hatten Markus Rohde und Michal Kapicka die große Chance auf die Füh-rung. Auf der anderen Seite hatte man Glück, als Newhook völlig frei an Peter Holmgren scheiterte. Die erste Überzahl brachte dann aber das erste Tor. Igor Bacek zog für den EVL von der blauen Linie ab, Sebastian Wolsch hielt den Schläger dazwischen – 1:0 (6.). Und dann zeigten sich die Landsberger auch noch eiskalt. Zunächst überstanden sie wütende Angriffe der Starbulls mit reichlich Glück, in der 10. Minuten konterten sie die Gäste aus. Nach einem Traumpass von Martin Hoffmann war Markus Vaitl auf und davon: der EVL-Goalgetter verlud Rosenheims Torwart Dalpiaz und schoss zum 2:0 ein. Nach einer weiteren kritischen Phase, in der Holmgren etliche Glanzparaden hinlegte, stachen die Hausherren noch einmal zu. Wieder in Überzahl konnte Dalpiaz einen Schuss von Barz nicht festhalten und Michal Kapicka staubte ab zum 3:0 (16.). Erst kurz vor Drittelende wurden die Starbulls für ihre Angriffsbemühungen belohnt. Im Powerplay lupfte Dylan Stanley die Scheibe an EVL-Keeper Holmgren vorbei: 3:1. Im zweiten Drittel erspielten sich die Gäste zunächst ein Übergewicht, scheiterten aber immer wieder am Landsberger Torwart. Als danach aber das Spiel einzuschlafen drohte, starteten die EVL-Cracks einen eindrucksvollen Weckruf. Nach einem schnellen Angriff stand Benjamin Barz völlig frei vor dem Gästetor und der Kapitän ließ sich die Chance zum 4:1 (34.) nicht nehmen. Fast postwendend schafften die Rosenheimer erneut den Anschluss. Marcus Marsall blieb bei seinem Sturmlauf an Holmgren hängen, den Abpraller musste Stanley nur noch zum 4:2 ins leere Tor schieben (36.). Ganz eng wurde es dann ab der 46. Minute. Mitch Stephens fälschte einen Schlagschuss von Andreas Paderhuber zum 4:3 ab. Als das Spiel dann zu kippen drohte, machten die Landsberger alles klar. Nach einem Fehlpass in der EVL-Zone lief Igor Bacek allen auf und davon und machte mit einem trockenen Rückhandschuss das 5:3 (55.). Überschattet wurde das Spiel von einer Schlägerei zwischen beiden Fangruppen. Ordner konnten die rivalisierenden Anhänger nach einer gewissen Zeit auseinander drängen. Bis zum Spielende sicherte die Polizei den Rosenheimer Fanblock. Zähne ausgeschlagen Der Sieg gegen den alten Rivalen gab Selbstvertrauen, das merkte man auch beim Auftritt in Dortmund. Die Landsberger boten dem Tabellenzweiten im ersten Drittel ordentlich Paroli und gingen sogar in Führung. Gleich im ersten Powerplay fälschte Barz die Scheibe unhaltbar zum 0:1 (6.) ab. Allerdings musste die Mannschaft nach gut zwölf Minuten ohne Derek Switzer auskommen. Der EVL-Oldie traf Dortmunds Mikhail Nemirowsky derart unglücklick im Gesicht, dass dieser zwei Zähne verlor und Switzer mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste. Doch statt dem erwarteten Ausgleich hielten die Landsberger trotz einer fünfminütigen Unterzahl die Führung und hätten kurz vor der ersten Pause beinahe noch erhöht. Kapicka scheiterte aber mit einem Penalty an EHC-Goalie Benjamin Finkenrath. Im zweiten Drittel drehten die Westfalen dann aber ordentlich auf. Erst machte T.J. Sakaluk den Ausgleich – in der 26. Minute musste er einen Pass vor dem Tor nur noch über die Linie drücken. Dann brachten David Hördler und Jake Brenk die Hausherren binnen 27 Sekunden sogar mit 3:1 in Führung (32.). Maximilian Waitl hatte vor dem Doppelschlag allerdings eine Matchstrafe bekommen, nachdem er Dortmunds Ryan Martens mit einem Check am Knie verletzt hatte. Doch auch nach dem zweiten Feldverweis gab der EVL nicht auf. Kapicka weckte mit seinem Tor zum 3:2 in der 39. Minute noch einmal Hoffnungen. Diese mussten aber 13 Sekunden später endgültig begraben werden. T.J. Sakaluk sorgte mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung. Auch wenn die Landsberger am Ende noch einmal alles versuchten, zur Wende reichte es nicht mehr. Stattdessen machte Sakaluk mit dem 5:2 fünf Minuten vor Schluss alles klar. Wiederholungsspiel Mit der Niederlage ist Platz 4 in weite Ferne gerückt, Rang 5 aber noch möglich. Allerdings nur, wenn die Landsberger am letzten Hauptrunden-Wochenende punkten. Am Freitag gibt es – ohne den gesperrten Waitl und den verletzten Schmelcher – zuhause das Derby gegen den EC Peiting (20 Uhr), am Sonntag muss das Team nach Füssen. Am Mittwochabend findet das Wiederholungsspiel gegen die Tölzer Löwen statt – ohne den gesperrten Derek Switzer. Wie be­richtet war Torschütze Thorsten Rau bei der Erstauflage zu früh von der Straf­bank gekommen. Laut ESBG zähle hier die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen nicht

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