Altersprobleme der Turnhalle

Auch wenn bei der Sanierung der Dreifachturnhalle im Kauferinger Sportzentrum jetzt keine Mittel aus dem Konjunkturpaket II fließen, packt die Marktgemeinde die dringend erforderliche energetische Sanierung jetzt an. Einen entsprechenden Beschluss hat der Marktgemeinderat jüngst gefasst. Die Kosten belaufen sich auf rund 650000 Euro.

Wie wichtig die Sanierung der Dreifachturnhalle ist, machte noch einmal der Leiter der Bauverwaltung Dietrich Linke deutlich und sprach von „gravierendsten Altersproblemen“. So bestehe beispielsweise die Dacheindeckung aus asbestfaserhaltigen Welleternitplatten und diese sei trotz mehrfacher Abdichtungsversuche bei starken Regenfällen undicht. Geplant ist jetzt für rund 185000 Euro, die gesamte Dachdeckung im Bereich der Steildächer zu sanieren oder zu erneuern. Dazu werden laut Linke, die alte Dachdeckung zurückgebaut und durch ein aus Aluminium bestehendes Trapezblech ersetzt. Ferner müssen die Rinnenverkleidungen und sonstige Anschlussbleche erneuert werden. Darüber hinaus wird auch der Giebelfassade zu Leibe gerückt. Derzeit ist diese mit schwarzen Asbestfaserplatten verkleidet, die zudem starke Schäden aufweisen. Ersetzt werden sollen diese mittels farbigen Fassadenplatten (Kosten rund 55000 Euro). Mit Blick auf die Farbgestaltung merkte Bürgermeister Dr. Klaus Bühler an, dass man hierzu noch ein Farbkonzept mit einem Sachverständigen erstellen lassen wolle. Auch der Eingangsbereich ist in einem sehr schlechten Zustand und energetisch hinsichtlich der Verglasung veraltet. Für 35000 Euro sollen diese Mängel behoben werden. 30000 Euro kosten zudem ein neuer Fenster- und Fassadenanstrich. Rund 240000 Euro will die Gemeinde dann noch in zwei Fotovoltaikanlagen auf dem Dach der Turnhalle investieren. So eigne sich laut Linke das Steildach der Ostseite zur Anbringung einer Fotovoltaikfläche mit rund 60 Kilowatt. Die Kosten könnten sich somit in 20 Jahren amortisiert haben. Auf der Südseite ist bereits eine 15 Jahre alte Solaranlage zur Unterstützung der Warmwasseraufbereitung installiert. Zukünftig Fotovoltaik? Da nun aber die gesamte Sporthalle über Nahwärme versorgt wird, könne laut Linke auf diese zukünftig verzichtet werden. Stattdessen sollte dort ebenfalls mittels Fotovoltaik Strom erzeugt werden (Kosten rund 30000 Euro). Damit nicht einverstanden zeigte sich Alex Glaser (GAL): „Das Warmwasser bekommen wir von der Sonne umsonst.“ Er regte an, die Ent- scheidung darüber noch einmal zu verschieben, um weitere Fakten zu prüfen. Für Bühler indes sei es wirtschaftlicher und ökologisch sinnvoller Strom durch Sonne zu erzeugen, da die Wärme das Biomasseheizkraftwerk liefert. Mit Blick auf die Dinglichkeit der Sanierung stellte Thomas Wiesmann (SPD) den Antrag separat über die beiden Fotovoltaikanlagen abzustimmen. Mit 11:6-Stimmen sprach sich das Gremium für beide Anlagen aus. Zum Abschluss des Tagesordnungspunktes machte Thomas Salzberger noch deutlich, dass auch nach der energetischen Sanierung weitere Arbeiten in der Dreifachturnhalle anstünden. So sieht er bei den Sanitäranlagen, der Beleuchtung und bei der Bühne Handlungsbedarf.

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