Altes Gewölbe in neuem Glanz

Die Fenster sind mit massiven Brettern vernagelt, aus dem Inneren hört man die typischen Geräusche von Presslufthammer, Bohrer und Säge. Wo bis vor kurzem noch Haare geschnitten und Dauerwellen gelegt wurden, entsteht nun ein Büro- und Servicebereich für das Stadttheater.

„Es war eine günstige Gelegenheit für uns, dass das Gewölbe mit dem ehemaligen Friseursalon frei geworden ist“, erzählt Ulla Höß, zuständige Architektin im Referat für kommunalen Hochbau. So entsteht in der Schlossergasse ein ganzer „Block“ für die Kultur. Das neue Theaterbüro bildet an der Ecke zum Spitalplatz den Blickfang für die Passanten, die durch den Schmalzturm vom Hauptplatz kommen. Im Anschluss folgen die Säulenhalle und das Stadttheater. In dem Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert finden künftig vier Büroarbeitsplätze, darunter ein abgetrenntes Büro für den Theaterleiter, ein Besprechungsraum, ein kleiner Lagerraum mit Teeküche, Toiletten und ein Servicebereich für den Kartenvorverkauf Platz. „Diese Zusammenlegung hat den großen Vorteil, dass die Leute, die an der Theaterkasse arbeiten und ja auch andere Aufgaben wahrnehmen, nun nicht mehr alleine im Foyer sitzen, sondern mit den anderen zusammenarbeiten.“ Im Theaterfoyer werden künftig nur noch Karten an der Abendkasse verkauft. Ziel der Planung war es, das historische Tonnengewölbe zu erhalten. Allerdings gestaltete sich die Umsetzung relativ schwierig: „Wir mussten das unterschiedliche Bodenniveau ausgleichen, wobei es uns wichtig war, dass der Verkaufsbereich barrierefrei zugänglich ist.“ Ein weiteres Problem ist die Feuchtigkeit. Darum wird das Mauerwerk aufgesägt und ein Blech eingelegt, um die Wände vor Nässe zu schützen. Auch der Bodenbelag ist sorgsam gewählt: eine wasserbeständige Gussasphaltschicht in Terazzooptik. Neue, lärmabhaltende Fenster, Glaswände und ein schlichter, zurückhaltender Stil in der Ausstattung vervollständigen das Konzept, um das Gewölbe selbst optisch in den Mittelpunkt zu rücken. Mit den Arbeiten, die mit rund 150000 Euro veranschlagt sind, wurden hauptsächlich ortsansässige Firmen beauftragt. Der Umzug des Theaterbüros, das zurzeit im Chorregentenhaus neben dem Stadttheater untergebracht ist, soll während der Osterferien stattfinden.

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