Künstler des RBK zeigen zum Jubiläum ihre Lieblingsstücke

Kunststück: 30 Jahre RBK

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Der RBK lockt mit seinen Jahresausstellungen viele Kunstinteressierte an. Zum 30-Jährigen sind weitere Ausstellungen in der ganzen Stadt geplant. Auf dem Foto zu sehen ist auch die erste Vorsitzende Silvia Großkopf (rechts, in schwarz.)

Landsberg – 2018 ist RBK-Jahr: Der Regionalverband Bildender Künstler Oberbayern-West e. V. kann heuer sein 30-Jähriges feiern. Am 17. Juni 1988 schlossen sich zehn bis dato Künstlergilde-Mitglieder unter dem Vorsitz von Bertram Graf zu diesem neuen Verband zusammen. Eingefahrene Gleise sollten verlassen werden, schreibt Kunsthistoriker Hans-Jürgen Tzschaschel 2009 in seiner Arbeit über die regionalen Künstlerverbände: „Diese Gruppe wollte einen Kunstverein gründen, in dem sie Kunst immer wieder neu entdecken konnten.“ Ein Anspruch, den die Künstlergilde nicht mehr habe halten ­können. Seither hat der RBK zahlreiche Ausstellungen gestaltet. Und aus den zehn Mitgliedern sind inzwischen 56 geworden.

Dem frischgebackenen RBK ging es darum, Althergebrachtes, „den Ballast der Vergangenheit“ abzuwerfen, schreibt ­Tzschaschel. Demzufolge lautete der Titel der ersten Ausstellung ein halbes Jahr nach der Gründung „Neue Kunst in Landsberg“. Installationen, Skulpturen, natürlich Gemälde aber auch Performances standen auf dem Programm. Auch ins Freie ging der RBK: Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Englischen Gartens 1989 wurden die Parkanlagen zum Museum, gestaltet mit Installationen und Skulpturen. 1993 konnten sich sieben RBK-Künstler eine einwöchige Auszeit nehmen und „Kunst im Treibhaus“ erarbeiten: Ein Gewächshaus der ehemaligen Stadtgärtnerei im alten Jesuitengarten wurde zum Atelier und Kunstort.

Bis 1997 waren die Jahresausstellungen des RBK im Neuen Stadtmuseum zu sehen. Ab 1998 wanderten sie ins Landratsamt, ins Kolpinghaus – oder in die Verwaltungsschule nach Holzhausen, wo 1997 die erste Biennale „Neue Flügel des Ikarus“ Aufsehen erregte. Auf der folgenden Biennale – wieder in Holzhausen – gab es Klangbilder, Performances und einen Bericht über die erste Hiphop-Oper parallel zu einer Life-Graffiti-Aktion; zudem Lesungen und Theater – Kunst für alle Sinne. Im folgenden Jahr arbeitet der RBK unter dem Motto „Kunst Grenzenlos“ mit Künstlern der Partnerstädte Landsbergs zusammen: Im „Treibhaus“ entstand ein europäisches Gemeinschaftswerk aus 77 Exponaten. 2001 wanderte die Jahresausstellung des RBK zum ersten Mal in die Säulenhalle.

„Die Geschichte des RBK ist eine wichtige Grundlage für das Jubiläum“, betont die erste Vorsitzende Silvia Großkopf. Die Historie werde im Moment vom Vorstandsmitglied Heiner Beyer aufgearbeitet. „Aber wir sind auch hier und heute“. Weshalb fürs Jubiläumsjahr gleich drei Ausstellungen geplant werden. Sie stehen unter dem Motto „30 Jahre RBK – Kunststück!“. In den Ausstellungen wollen die Mitglieder „ihre Lieblingsstücke. Kunststücke, ihre besten Arbeiten“ präsentieren. Bis Ende Januar haben die RBK‘ler noch Zeit, pro Künstler drei dieser Lieblingsstücke einzureichen. Aus den eingegangenen Arbeiten werden die Ausstellungen kuratiert.

„Wir stehen jetzt schon unter Druck“, lacht Großkopf. Denn die erste Werkschau öffnet bereits am 22. Februar – eine Doppelausstellung: Sowohl im Rathausfoyer als auch im Altstadtsaal der VR-Bank werden die Arbeiten bis Ende April zu sehen sein. Die Vernissagen finden am gleichen Tag statt: Erst die Einführung im Altstadtsaal, dann Musik im Rathausfoyer. Im Juni, rechtzeitig zum Geburtstag des RBK, startet die Ausstellung im Gebäude der Stadtverwaltung. „Wir wollen da sein, wo auch die Landsberger sind“, begründet Großkopf die Wahl der Räume: „Sowohl zentral als auch öffentlich.“ Welche Werke wann und wo hängen werden, entscheidet der Vorstand samt Beisitzer. „Es wird also auch für die Künstler eine Überraschung, wo sie ihre Werke wiederfinden“, erläutert die Vorsitzende.

Wie vor 30 Jahren

Natürlich gibt es auch dieses Jahr eine Jahresausstellung. „Da kehren wir zu unseren Wurzeln zurück“, freut sich Großkopf. Der RBK wird die Räume des Neuen Stadtmuseums in Landsberg bestücken – wie vor 30 Jahren. Dort werden die aktuellen Arbeiten der RBK-Künstler zu sehen sein. Zudem wird es einen Katalog geben, in dem auch die Geschichte des Vereins in kurzen Schlaglichtern nachzulesen ist.

Ein volles Programm hat sich der Kunstverein RBK auf die Fahnen geschrieben. Wir freuen uns darauf.

Susanne Greiner

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