Abi 2017 am ASG Dießen

Ausziehen in eine bessere Welt

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Sie starten hochmotiviert und bestlaunig in einen neuen Lebensabschnitt – die Jahrgansbesten des Ammersee Gymnasiums: (v. links) Clarie Leroy aus Riederau (1,3), Lorena Mornhinweg (1,0) und Lea Krapf (1,2) aus Dießen.

Dießen – „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“, mit diesen Worten des chinesischen Philosophen Konfuzius verabschiedete sich Schulleiter Alfred Lippl am Freitag in der Schulaula des Ammersee Gymnasiums vom diesjährigen Abiturjahrgang. 83 Schüler waren zur Abiturprüfung angetreten, 79 bekamen ihre Zeugnisse überreicht, 14 davon mit einer Eins vor dem Komma.

Eine ganz besondere Eins-Komma-Null, so Lippl, habe dabei die Jahrgangsbeste, Lorena Mornhinweg vorgelegt, die von den insgesamt erreichbaren 900 Punkten nur 34 verschenkt habe. Angesichts der vielen Wege, die den Abiturienten nun offen stünden, sei es wichtig, beherzt zu agieren, betonte der Schulleiter. Wenn eine Entscheidung getroffen sei, gelte es das Ziel mit Freude und Engagement zu verfolgen. Wichtig sei es, authentisch und dem eigenen Wesen treu zu bleiben, seinen Gefühlen zu vertrauen und anderen Menschen mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen.

Oberstufenkoordinator Stefan Kulla freute sich mit seinen ehemaligen Schülern, die nun „den höchsten deutschen Schulabschluss“ erreicht haben, „und zwar nicht in Hessen oder Berlin, sondern in Bayern“. Humorvoll erinnerte er sich an die gemeinsame Zeit, in der er sich nicht zuletzt mit fantasievollen Entschuldigungen für Fehlzeiten herumschlagen durfte. „Doch eure Zuverlässigkeit und Eigeninitiative hat zugenommen“, lobte Kulla. So sei zum Beispiel keine Abi­turprüfung mit Verspätung angetreten worden. Aus Sicht der Lehrer, so Kulla, sei die scheidende Q12 „ein netter Haufen, den man nur ungern ziehen lässt“.

Glückwünsche „zum tollen Etappenziel“ überbrachte auch Landrat Thomas Eichinger. Eine Schulzeit in einer Schule am See, mit eigenem Bahnhof, in einem so schönen Ort wie Dießen, das sei schon etwas Besonderes. Und es sei ein Privileg in einer Zeit wie dieser aufzuwachsen, die allerdings auch Risiken berge. Angesichts zahlreicher Kriege, Umweltproblemen und Migrationsströmen weltweit sei es Aufgabe von verantwortungsvollen und gebildeten jungen Menschen für eine friedliche und gerechte Zukunft kulturell und gesellschaftlich die Weichen zu stellen. Auch für die verbleibende Schulgemeinschaft hatte Eichinger eine gute Nachricht: Im August soll mit dem Bau des lang ersehnten Bootshauses für das Ammersee Gymnasium begonnen werden.

Herzliche Worte fand auch der stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Albrecht ­Proebst: „Ihr seid in der Champions-League des bayrischen Schulsystems angetreten. Wir Eltern sind sehr, sehr stolz auf euch und wir lieben euch.“

Dass nach getaner Arbeit nun erstmal Spaß und Entspannung angesagt sei, daran ließen die beiden Abiturientinnen Hannah Langnau und Rosa Rauch keinen Zweifel. Trotzdem versäumten es in ihrer bewegenden und zugleich humorvollen Abiturrede nicht, allen am Schulalltag beteiligten nochmals herzlich zu danken – den geduldigen Lehrern ebenso wie dem freundlichen Personal am Schulkiosk und in der Mensa. Ihre Mitschüler lobten sie für deren ausgeprägten Teamgeist, ob beim gemeinsamen lernen oder spicken. Auch die Zukunft haben die Abiturientinnen schon fest Blick. „Unser Ziel ist es, die First World zu einer besseren Welt zu machen.“

Ursula Nagl

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