Dritte Alternative:

Module fürs Gymnasium

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Um das Ammersee-Gymnasium herum ist genug Platz, Räume für die offene Ganztagsschule fehlen und deswegen kommt eine Modulbaulösung zum Einsatz.

Dießen – Zu wenig Platz am Ammersee-Gymnasium: Die Schule möchte ab Sommer eine offene Ganztagsschule anbieten. Problem: Es werden zwei zusätzliche Räume benötigt.

Aus drei möglichen Alternativen kommt aus Sicht von Kim Naths von der Schulverwaltung im Landkreis die Errichtung eines Modulbaus auf dem Schulgelände am ehesten infrage. Diese Lösung befürwortete auch jüngst der Kreisausschuss.

Bereits im Januar kündigte das Ammersee-Gymnasium den Plan an, eine offene Ganztagsschule einzuführen. „Seitens des ASG wurde zwischenzeitlich der Bedarf für zwei zusätzliche Räume zur Unterbringung der Ganztagsschule angemeldet“, erklärt Kim Naths. Die Schulleitung gehe von mehr als 25 Anmeldungen aus – somit bräuchte es Platz für zwei Gruppen. „Eine Prüfung von ASG und Landkreisverwaltung hat ergeben, dass die im Schulgebäude vorhandenen Räume komplett belegt sind“, erklärt Naths.

Den Vorschlag, bestimmte Räume vormittags als Klassenzimmer und nachmittags für die Ganztagsgruppen zu nutzen, sei aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an die räumliche Ausstattung nicht realisierbar. „Die Errichtung von Wanderklassen oder eine Umorganisation zum Fachraumprinzip wird auch für einen begrenzten Zeitraum seitens des ASG abgelehnt.“

Insgesamt blieben dann drei Alternativen, um die notwendigen Räume für die Ganztagsgruppe bereitzustellen. „Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, an einen Gebäudekamm des ASG Räume anzubauen.“ Aus baulich-gestalterischen Gründen müssten dann aber vier Räume errichtet werden – die Kosten lägen hier bei rund 1,8 Millionen Euro. Zweite Möglichkeit wäre es, Räume eines benachbarten Gebäudes des Klosters St. Alban anzumieten. Jedoch sei das Haus seit zwei Jahren ungenutzt und weise einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Des weiteren sei dies die „schulorganisatorisch aufwändigste Variante“ und für die Schulleitung des ASG ohnehin nur als Übergangslösung für maximal zwei Jahre denkbar.

Von der Verwaltung favorisiert sei die dritte Alternative: Die Errichtung eines Modulbaus mit zwei Zimmern auf dem Schulgelände. Rund 130000 Euro würde ein solcher Bau kosten, bis spätestens Jahresende könnte er schon stehen. Die Kosten seien laut Naths wirtschaftlich vertretbar, zudem bestehe die Möglichkeit einer Förderung, wenn der Bau zehn Jahre lang steht. „Diese Lösung ist sowohl für eine längerfristige Nutzung, aber auch als Überbrückung bis zu einem möglichen Gebäudeanbau geeignet“, so Kim Naths.

Die Mitglieder des Kreisausschusses waren einverstanden, dass die Schule nun die notwendigen Schritte zur Errichtung von zwei Modulbauten zur Unterbringung des offenen Ganztagsangebots einleitet. Bis spätestens 10. Juni formuliert das Ammersee-Gymnasium den Antrag auf die Einführung der Ganztagsgruppe auf Basis dieser Alternative. Die Verwaltung veranlasst alle bau- und förderrechtlich notwendigen Schritte für die Maßnahme.

Janina Bauch

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