Erweiterung des Ammersee-Gymnasiums

Weiteres Schiff für das Gymnasium am See

Ammersee-Gymnasium Dießen mit Modulbauten
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Abseits des Ammersee-Gymnasialkomplexes ist derzeit die Offene Ganztagsschule in Modulbauten (rechts) ausgelagert. Im Rahmen der G9-Erweiterung wird sie in den Neubau integriert.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – Früher musste ein Hausmeister handwerkliches Geschick und technisches Knowhow haben. Heute nennt man ihn Facility Manager und er braucht Abitur und Studium. Wie bei diesem Beispiel steigen die Ansprüche in vielen Berufen permanent und so ist es durchaus verständlich, dass immer mehr Eltern ihre Kinder aufs Gymnasium schicken.

Eines der gefragtesten in der Region ist das 2006 eröffnete Ammersee-Gymnasium an einem der schönsten Schulstandorte Bayerns direkt am See und mit eigenem Bahnhaltepunkt St. Alban. Dass hier das Büffeln Spaß macht, beweisen die 22,25 Prozent des Abiturschnitts mit einer Eins vor dem Komma in den letzten vier Jahren.

Jetzt muss der Landkreis kräftig investieren für die Erweiterung von Schule und Turnhalle. Grund sind unter anderem fehlende Klassenzimmer für die zusätzliche Jahrgangsstufe G9, zu wenig IT-und Fachräume, die derzeit noch in Modulen ausgelagerte Offene Ganztagsschule (OGTS) sowie die viel zu kleine Zweifachturnhalle. Die Nutzungsfläche für die Erweiterung von Räumen des Allgemeinen Unterrichts, Fachunterrichts und Ganztagsbereichs beträgt auf zwei Etagen 3.726 Qua­dratmeter. Für die Erweiterung der Sporthalle werden etwa 800 Quadratmeter benötigt.

Ausgerechnet der abgespeckte Ferienausschuss des Dießener Gemeinderats befasste sich mit diesem Mammut-Schulthema. Er gab Grünes Licht für die Änderung des bestehenden Bebauungsplanes auf Grundlage der vorgelegten Erweiterungspläne und beauftragte den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit der Erstellung der Verfahrensunterlagen.

Das jetzige Ammersee-Gymnasium ist ein kammartig gegliederter zweigeschossiger Komplex mit einer „Steg“ genannten Haupterschließungsachse in Ost-West-Richtung und nördlich daran angegliederten Bauteilen, der Sporthalle sowie drei „Schiffen“ für Unterricht, Verwaltung und Mensa. Die Erschließung erfolgt von Westen aus von Parkplatz und Busvorfahrt und von Osten aus mit der Ammersee-Bahn.

Für den Neubau ist geplant, ein separates zweigeschossiges „Schiff“ mit Flachdach in Ost-West-Richtung im Norden des Bestands zu errichten und mit zwei Verbindungsbrücken im Obergeschoss an den Bestand anzubinden. Eine Unterkellerung ist nicht vorgesehen. Die derzeit in abseits aufgestellte Modulbauten provisorisch ausgelagerte Offene Ganztagsschule wird in den Neubau integriert.

Viele Sportarten finden in der Zweifachturnhalle aus dem Jahr 2006 statt, deren Kapazitäten für die derzeit 41 Sportklassen schon lange nicht mehr ausreichen. Die Schülerinnen und Schüler müssen zum Teil auf externe Sportstätten nach Utting und Schondorf ausweichen. Ein untragbarer Zustand, zumal mit G9 die Zahl der Sportklassen auf bis zu 46 steigen wird. Um auch künftig den vorgeschriebenen Sportunterricht für alle Schüler gewährleisten zu können, wird im Rahmen des G9-Erweiterung eine dritte Halleneinheit angebaut.

Die Kosten für die neue Turnhalle wurden im Landsberger Kreisausschuss mit rund fünf Millionen Euro brutto abgesegnet. Der Erweiterungsbau des Schulkomplexes ist mit rund 17 Millionen Euro brutto veranschlagt. Baubeginn ist Mitte 2023. Mit Start des Schuljahrs 2025/2026 sollen sowohl der Erweiterungsbau als auch die neue Turnhalle in Betrieb genommen werden.

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