Umliegende Firmen nicht in Gefahr

Ammoniakaustritt im Landsberger Gewerbegebiet

IWIS Landsberg Unfall
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Alarm bei IWIS im Gewerbegebiet Landsberg.
  • Dietrich Limper
    vonDietrich Limper
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Landsberg – Rund 70 Einsatzkräfte waren ab 8:30 Uhr im Einsatz und reagierten damit auf einen „Gefahrgutaustritt-Alarm“, der von der Firma IWIS in der Celsiusstraße gemeldet wurde. Beim Wechseln einer Ammoniakflasche kam es zu einem Austritt an einer Leitung und rund 1.000 Kilogramm des Gases wurde freigesetzt. IWIS ist ein weltweit operierendes Unternehmen und fertigt Ketten und Antriebstechnik. 

Ammoniakaustritt bei IWIS

Die Feuerwehr schlug die giftigen Dämpfe mit Wasser aus Sprühstrahlern nieder, baute den Brandschutz auf und verhinderte einen weiteren Austritt. „Aufgrund unserer schnellen Reaktion und der günstigen Windverhältnisse mussten die umliegenden Firmen nicht evakuiert werden“, berichtet Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser. Vier Mitarbeiter wurden laut Polizeiangaben leicht verletzt, drei davon zur weiteren Abklärung in eine Klinik gebracht. .

Ammoniakaustritt bei IWIS

„Die Austrittsstelle wurde gegen Brandgefahr gesichert und der Gefahrgutzug des Landkreises ist im Einsatz. Kräfte aus Kaufering, Landsberg und Dießen wurden hinzugezogen, außerdem Spezialisten aus Prittriching“, fährt Robert Waldhauser fort. Die Schadstoffwolke sei allerdings in die Hallen der Firma IWIS hineingezogen und die Konzentration sei an verschiedenen Stellen noch hoch. Gänge und Schächte müssten nun nach und nach überprüft werden und der Einsatz könne über den Mittag hinaus andauern.

Bei Ammoniak handelt es sich um ein stark riechendes, farbloses Gas. Die chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff reizt die Augen stark und führt zum Erstickungstod. „Es ist eines der ekelhaftesten Atemgifte, denen man begegnen kann“, warnt Robert Waldhauser. Die Mitarbeiter des Unternehmens wurden alle rechtzeitig evakuiert, der Betrieb wurde eingestellt und die Maschinen stehen still, „bis wir festgestellt haben, dass keine Konzentration mehr vorhanden ist“, versichert der Kreisbrandinspektor. „Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die umliegenden Gebäude, zum Glück haben die Einsatzkräfte schnell und umsichtig agiert.

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