Ein Kümmerer für Unternehmen

André Köhn ist Landsbergs neuer Wirtschaftsförderer

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Für OB Mathias Neuner (rechts) war es höchste Zeit diese Stelle zu schaffen: André Köhn (links) ist Landsbergs neuer Wirtschaftsförderer.

Landsberg – Die fast 3.000 Gewerbebetriebe in der Stadt haben seit dem 1. Juni einen zentralen Ansprechpartner im Rathaus. Er heißt André Köhn und bildet als neuer – und erster – Wirtschaftsförderer der Stadt die Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Die Schaffung der Stelle war aus Sicht von OB Mathias Neuner überfällig – auch im Hinblick auf die Umsetzung der kommunalen Gesamtstrategie „Landsberg 2035“. „Als Wirtschaftsstandort und Einpendlerstadt brauchen wir einen Kümmerer für die Sorgen und Befindlichkeiten der Unternehmen“, so Neuner im Rahmen eines Pressegesprächs.

Es habe auf die „attraktive Stelle“ eine ganze Reihe an hochwertigen Bewerbungen gegeben. Köhn setzte sich unter anderem deshalb durch, weil er als Wirtschaftsgeograph „universell einsetzbar“ ist, so Neuner. Außerdem überzeugte der 40-Jährige mit seinem dynamischen, offenen Auftreten und seiner bisherigen Berufserfahrung.

Köhn war unter anderem in Schrobenhausen für das Stadtmarketing zuständig, kümmerte sich bei der IHK Schwaben um den Fachbereich Handel, Bauleitplanung und Stadtentwicklung und arbeitete zuletzt als Bezirksgeschäftsführer des Handelsverbands Bayern.

Für Landsberg hat sich der gebürtige Düsseldorfer, der seit 26 Jahren in Bayern lebt und in Regensburg studiert hat, viel vorgenommen. Er strebt die Gründung eines gemeinsamen Gremiums von Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie die Schaffung eines Online-Portals für die Landsberger Betriebe an. „Ich war sehr erstaunt, dass es hier noch kein Unternehmernetzwerk oder einen Gewerbeverband gibt“, so Köhn. Im Rahmen von jährlichen Befragungen („Unternehmensmonitor“) möchte er stets wissen, was den Firmen auf den Nägeln brennt. Und als Lotse wird er auf kurzem Dienstweg zwischen Wirtschaft und Verwaltung vermitteln, wenn es beispielsweise um Baumaßnahmen geht.

Neben den klassischen Aufgaben der Wirtschaftsförderung – wie Fördermittelberatung und Gewerbeflächenmarketing – will sich Köhn um das Thema Digitalisierung kümmern und Landsberg zum „Innovations-Hotspot“ machen, wo zukunftsgerichtete Unternehmen den Austausch mit Universitäten und Hochschulen pflegen. Für die Innenstadt – die, anders als ihr gelegentlich nachgesagt wird, bei weitem nicht „tot“ sei – strebt er eine gezielte Einzelhandelsentwicklung an, zu der auch ein professionelles Management von Leerständen gehört.

Ebenso wichtig wie die harten Standortfaktoren sind aus Sicht des Wirtschaftsförderers die Bereiche Kultur und Freizeit. Denn sie tragen wesentlich dazu bei, dass sich die allenthalben benötigen Fachkräfte in der Stadt wohlfühlen. Deshalb strebt Köhn auch eine Vernetzung mit dem Kulturamt an. Begeistert zeigt er sich von der kreativen Szene der Lechstadt, die ihm in ihrem Umfang zunächst gar nicht bewusst gewesen sei, die er aber bei privaten Wochenendbesuchen zu schätzen gelernt habe.

Sein Wohnort werde bis auf weiteres Augsburg bleiben, so Köhn. Dort lebt er mit seiner Partnerin und entspannt am liebsten bei Schiffsmodellbau, Gitarre spielen und neuerdings beim Airbrush-Malen – „aber da ist die Frustration im Moment noch relativ hoch“.

Zu erreichen ist André Köhn unter 08191 - 128 303 oder andre.koehn@landsberg.de

Ulrike Osman

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