"Anerkennung für großes Tun"

Flankiert von Bürgermeister Herbert Kirsch (hinten links) und Vize-Bürgermeister Peter Fastl (vorne rechts) formierten sich die mit der Bürgermedaille ausgezeichneten Bürger beim Neujahrsempfang im Traidtcasten zum Gruppenfoto. Foto: Nagl

Großen Applaus hat es beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde für zehn verdiente Bürger, 17 herausragende Sportler (siehe Bericht auf der Sportseite) gegeben. Und auch für zahlrei- che virtuose Musiker der Musikschule Dießen, die das Ereignis gemeinsam mit dem Chor „Caecilia Nova“ unter der Leitung von Klaus Wieland musikalisch gestalteten. Moderiert von Bürgermeister Herbert Kirsch rundete sich der Abend zu einem schönen Auftakt ins Jahr 2012, der für alle Geehrten und deren Gäste wohl noch lange wohltuend nachklingen wird.

Das Jahr 2011, so Bürgermeister Herbert Kirsch, sei ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen gewesen. Neben der arabischen Revolution und der lang anhaltenden Dürre in weiten Teilen Afrikas erinnerte das Gemeindeoberhaupt auch an die Finanzkrise, durch die der Markt Dießen jedoch gut hindurchgekommen sei. Die Gemeinde schreibe schwarze Zahlen und müsse dank umsich­- tiger Finanzpolitik seit mittlerweile neun Jahren keine Kredite aufnehmen. Spürbar werden die weltweiten Ereignisse dagegen durch das Reaktorunglück in Fukushima, das die Bundesregierung zur Energiewende veranlasste. „Auch wir in Dießen werden uns schon in den nächsten Wochen über Standorte für Windräder unterhalten“, betonte Kirsch. Der Landkreis erstelle derzeit ein Konzept, das der Gemeinde in Kürze zur Diskussion vorliegen soll. Kommune bedeute Gemeinschaft, so Kirsch, deshalb solle dieses Konzept dann gemeinsam und demokratisch mit den Bürgern diskutiert werden. „Was uns betrifft, wird nicht allein in Bonn oder Brüssel entschieden sondern auch direkt vor Ort“, betonte er weiter. In diesem Zusammenhang spiele auch das Ehrenamt in den örtlichen Vereinen eine große Rolle. Es sei extrem hilfreich, unverzichtbar und beschere denen, die ihre Freizeit dafür opfern das „wunderbare Gefühl einen persönlichen Beitrag zu einer guten Sache zu leisten“. Die Bürgermedaillen, die anschließend in Bronze, Silber und Gold zur Ehrung ehrenamtlicher Vereinstätigkeit verliehen wurden, möchte Kirsch als „kleine Anerkennung der Gemeinde für ein großes Tun“ verstanden wissen. Die Medaille in Gold wird für verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeiten verliehen, die seit mindestens 30 Jahren ausgeübt werden. In dieser Liga spielt auch Werner Forstner. Der ehemalige Polizist gehörte 1969 zu den Gründungsmitgliedern der Wasserwacht, seit 2005 ist er Delegierter im Landesverband des Roten Kreuzes. Außerdem engagiert er sich seit fast 20 Jahren in der Krimnalitätsopferhilfe „Weißer Ring“. Viele Dießener kennen ihn außerdem als langjährigen Vorsitzenden des Seniorenbeirats oder als „Müllengel“ von der Wertstoffstelle am Bahnhof. Keine Medaille, aber eine kleine Anerkennung in Form eines edlen, schneeweißen Regenschirms mit der Aufschrift „Dießen am Ammersee – Natur – Kunst – Handwerk“ gab es zum Abschluss des offiziellen Teils auch für die Landfrauen. Seit 16 Jahren bestücken sie nun schon das Buffet beim Neujahrsempfang mit überaus leckeren Häppchen.

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